Fußball : Strahlende Sieger

Durch einen auch in der Höhe verdienten 5:0-Erfolg über den SV Straelen II baute Union Solingen die Tabellenführung in der Fußball-Niederrheinliga aus. Da Verfolger Speldorf gegen Hönnepel nur Remis spielte, beträgt der Abstand auf den Zweiten jetzt drei Punkte.

Stark begonnen, dann nachgelassen, um am Ende in der zweiten Halbzeit noch einmal so richtig aufzudrehen – so könnte man den 5:0-Sieg von Union Solingen gegen den SV Straelen II kurz und knapp in einem Satz zusammenfassen. Ein Ergebnis, mit dem die Gäste vom Niederrhein noch sehr gut bedient waren, hatten die Solinger in der Schlussphase der Begegnung doch noch die ein oder gute Chance liegen gelassen. „Ich bin froh, dass es nicht noch mehr Tore geworden sind, denn sonst wären die Spieler am Freitag mit dem Hubschrauber nach Uerdingen geflogen“, erklärte Trainer Frank Zilles in der Pressekonferenz. Ob die Bemerkung ein Scherz war, konnte seinem Gesicht nicht abgelesen werden.

Die Gefahr, dass seine Mannschaft „abheben“ könnte, ist weniger gegeben, wie die Tatsache, dass die Union bei einem frühen Führungstreffer – siehe auch am vergangenen Sonntag in Goch – gerne den ein oder anderen Gang zurückschaltet. Das war auch gestern wieder so. Denn nach dem frühen Tor von Gabriel Czajor (9.) nahmen die Solinger gleich wieder das Tempo raus. „Da haben wir anschließend etwas zu wenig getan“, gab sich Innenverteidiger Markus Weiss selbstkritisch. „Männer nachlegen, nachlegen“, versuchte Zilles von der Linie einzugreifen – vergebens. Die Folge war, dass Straelen immer besser ins Spiel fand und in der Folge auch zu Möglichkeiten kam. Glück hatten die Solinger in der 30. Minute, als Domenico Cozza nach einer Ecke einen Kopfball von Markus Menzel auf der Linie klärte. „Für mich ein klares Tor, der Ball war hinter der Linie“, war sich SV-Trainer Karl Theelen sicher. Keine andere Möglichkeit, als auf Tor zu entscheiden, hatte der Unparteiische Alexander Hoff (Krefeld) in der 39. Minute, als Miguel Lopez-Torres per Kopf eine Flanke von Cozza zum 2:0 nutzte.

Rote Karte der Knackpunkt

Endgültig gebrochen wurde Straelens Widerstand dann in der 63. Minute, als der Schiedsrichter gegen Sebastian Ludwik wegen Beleidigung die Rote Karte zückte. Über den genauen Wortlaut der Beleidigung herrschte Uneinigkeit, überliefert ist aber, dass das Wort „Opa“ gefallen sei.

Innerhalb von nur drei Minuten entschied die Union nun die Partie. Lopez-Torres (70.) erhöhte nach Vorarbeit des stark spielenden Marc Sesterhenn. Daniel Esselborn donnerte den Ball aus 18 Metern in den Winkel (72.). Dann war es wieder Lopez-Torres (73.), der zum 5:0 abschloss. Anschließend drängte die Union auf mehr, doch ein weiterer Treffer sollte trotz vieler guter Möglichkeiten nicht mehr fallen. Auch, weil SV-Torhüter Heiko Stienen jetzt gute Reaktionen auf der Linie zeigte – etwa beim Kopfball von Markus Weiss (78.) aus kürzester Distanz.

(RP)