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Badminton: STC Blau-Weiß rettet sich dank Schützenhilfe

Badminton : STC Blau-Weiß rettet sich dank Schützenhilfe

Beide Partien hat der Badminton-Zweitligist verloren, trotzdem ist der Klassenerhalt gesichert. Die Freude darüber ist jedoch getrübt.

Das Ergebnis war ernüchternd. Mit 1:7 hatte der STC Blau-Weiß gegen den BV Rot-Weiß Wesel seine erste Partie des Doppel-Spieltags verloren und in Sachen Spielverhältnis wertvollen Boden verloren. Das erhoffte Remis, das dem Badminton-Zweitligisten vor dem gestrigen Derby gegen den FC Langenfeld, den vorzeitigen Klassenerhalt beschert hätte, war den Solingern bereits nach den ersten drei Matches aus den Händen geglitten. "Zwei davon hätten wir holen müssen, damit etwas möglich gewesen wäre", lautete die einfache Rechnung von Teamchef Lutz Lichtenberg.

Die Hoffnung war groß, als Laura Ufermann und Flore Vandenhoucke in einer hochklassigen Endphase des ersten Abschnitts einen 14:18-Rückstand in eine 20:18-Führung verwandelten und sie den zweiten Satzball verwerten. Und auch der Start in den zweiten Durchgang gelang dem STC-Duo gegen die favorisierten Ella Diehl und Kira Kattenbeck. Von dem Drei-Punkte-Vorsprung (7:4) profitierten beide bis zum 13:13, als sich bei Laura Ufermann eine vor wenigen Wochen zugezogene Zwerchfell-Verletzung bemerkbar machte. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten hielt die Doppel-Spezialistin im zweiten Satz noch dagegen, um die Partie zu holen. Als dieser jedoch mit 18:21 verloren ging, war die Niederlage besiegelt. Mühelos holten sich die Weselerinnen Durchgang drei mit 21:11.

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Nach dem klar verlorenen Doppel von Rhys Walker und Matthew Carder unternahmen Matthias Kissing und Niclas Lohau den nächsten Anlauf, den ersten Punkt zu holen. "Leider hatte Matthias Startschwierigkeiten, und am Ende schwächelte Niclas", haderte Lutz Lichtenberg. Als beide im zweiten Satz auf gleichem Niveau agierten, hatten Matijs Dierckx und Tobias Göbeler wenig zu bestellen (21:14). Für den Gewinn des ersten (20:22) und dritten Durchgangs (18:21) hingegen reichte es nicht.

"Beim Stand von 0:3 haben wir schon mit den Planungen begonnen, wie wir Laura Ufermann in Langenfeld würden entlasten können." In einer Nacht- und Nebelaktion wurde Sabereh Kabiri als Ersatz ins Team geholt. Als Glückfall entpuppte sich, dass die Iranerin an diesem Wochenende in der Regionalliga nicht eingeplant gewesen war. Ihr Einsatz selbst stand unter keinem guten Stern: Im Doppel verdrehte sich Sabereh Kabiri im zweiten Satz beim Satdn von 8:9 das Knie und musste aufgeben. Das Einzel ging ebenfalls kampflos verloren.

Früh wussten die Blau-Weißen, dass ihnen der BV Gifhorn im Fernduell um den Klassenerhalt nicht mehr gefährlichen werden konnte. "Das ist das einzig Positive, dass wir auch in der kommenden Saison in der Zweiten Liga spielen werden", erklärte Lutz Lichtenberg nüchtern. Obwohl die Niederlage des direkten Konkurrenten besiegelt war, wollten sich die Solinger im Derby trotzdem noch das Unentschieden sichern. Nach Erfolgen von Rhys Walker (kampflos) und Julien Gupta im Einzel sowie Niclas Lohau und Matthias Kissing im Doppel hatte es Matthew Carder in der Hand. Der Schotte scheiterte im dritten Satz an Philipp Wachenfeld.

(gra)