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Tennis: Solinger TC mit Glück und guten Nerven im Doppel

Tennis : Solinger TC mit Glück und guten Nerven im Doppel

Tennis-Zweitligist STC gewann 6:3 beim TV Espelkamp-Mittwald aufgrund starker Leistungen im Champions-Tiebreak.

5:0 lautete die Bilanz des Solinger TC in absolvierten Champions-Tiebreaks an den ersten Spieltagen. Dieser muss immer dann für die Entscheidung sorgen, wenn die beiden Kontrahenten sich die Sätze eins und zwei geteilt haben. In dem verlängerten Tiebreak, bei dem zehn Punkte zum Sieg benötigt werden, kann freilich alles passieren. Jeder Ball ist entscheidend, so dass auch das Glück manchmal über Sieg und Niederlage entscheidet.

Beim Solinger TC ist es in diesen Tagen allerdings nicht nur Zufall, wie die Champions-Tiebreaks ausgehen. "Es ist zu vergleichen mit dem Elfmeterschießen beim Fußball", meint Karsten Saniter. "Und auch das ist viel weniger Glück, als allgemein angenommen wird. Zumeist setzt sich das Team durch, das es ein bisschen mehr will." Die Einstellung stimmt offensichtlich beim Solinger Zweitligisten. Im Auswärtsspiel beim TV Espelkamp-Mittwald mussten die Doppel entscheiden, nachdem sich die Mannschaften in den Einzeln mit 3:3 getrennt hatten. An den ersten beiden Spieltagen konnte der STC jeweils nur ein Doppel gewinnen. Gestern lief es anders - alle drei Begegnungen gingen in eben jenen Champions-Tiebreak.

Johann Willems und Patrick Elias lagen 0:3, 2:5 und 3:6 gegen Franz Stauder und Gunnar Hildebrand zurück. Doch das Duo drehte den Spieß noch um und gewann den Durchgang und damit das Match mit 10:8. Nun mussten entweder Gero Kretschmer und Alexander Satschko oder Ludovic Walter und Jan Oliver Sadlowski den entscheidenden fünften Zähler zum Sieg holen. "Es war ein Wechselbad der Gefühle", sagt Karsten Saniter. "Die beiden Tiebreaks liefen fast exakt gleichzeitig." Zuerst führten die STC-Doppel jeweils mit 5:2. Später stand es auf beiden Plätzen 7:7. Doch dann gewannen beide Solinger Duos die entscheidenden drei Punkte zum umjubelten Sieg. "Sowas schweißt natürlich zusammen", freut sich der Trainer.

Ein paar Stunden zuvor hatte Saniter noch nicht an den Erfolg geglaubt. Nach den ersten drei Einzeln lag der STC 1:2 hinten. Nur Patrick Elias hatte gewonnen. In den folgenden drei Partien wendete sich das Blatt. Ludovic Walter knüpfte an seine gute Form an und schlug seinen französischen Landsmann Eric Prodon im Spitzenspiel. Jan Oliver Sadlowski gewann zum ersten Mal in dieser Saison. Alexander Satschko aber unterlag - im Champions-Tiebreak. Der erste und bislang letzte verlorene für den STC in der 2. Bundesliga-Nord.

(trd)