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Fußball: So bleibt der Klassenerhalt für die Eintracht ein Wunsch

Fußball : So bleibt der Klassenerhalt für die Eintracht ein Wunsch

Eintracht - Warendorfer SU 1:2 (1:1). Erwin Althoff ist wahrlich nicht zu beneiden. Jede Woche muss der Trainer des SV Eintracht seine Mannschaft umstellen. Auch gegen den noch punktlosen Tabellenletzten der Regionalliga, die Warendorfer SU, war Althoff wieder aufgrund von Abmeldungen von Spielerinnen zu Änderungen gezwungen.

Und was vielleicht noch schlimmer wiegt: Althoff gehen auch die Spielerinnen aus, weil sich der Kader in dieser Woche weiter dezimiert hat. Den Verein verlassen haben Anja Kirsten und mit Klaudia Michna auch die wohl talentierteste Nachwuchsspielerin der Klingenstadt. "Klaudia Michna wird aus persönlichen Gründen nicht mehr für uns spielen", erklärte Ulrich von zur Gathen, der sportliche Leiter der Eintracht-Damenabteilung. "Und Anja Kirsten war mit ihrer sportlichen Situation unzufrieden."

Da waren es gestern also nur noch 13 Spielerinnen (inklusive zweier Torhüterinnen), die Althoff im wichtigen Sechs-Punkte-Spiel zur Verfügung standen. Und nach der 1:2-Schlappe gegen Warendorf sprach er dann Klartext. "Wir müssen den Etikettenschwindel beenden. Heute hatten vier bis fünf Spielerinnen nicht das Niveau für die Regionalliga. Die spielen nur, weil ich keine anderen habe", erklärte der Trainer. Und personell reagieren konnte der Coach in der Partie gegen Warendorf also nur einmal. Deshalb sieht Althoff dringend Handlungsbedarf: "Wir müssen bis spätestens Ende Oktober personell nachlegen. Wir brauchen mindestens drei oder vier neue Spielerinnen."

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In der Begegnung gestern gegen Warendorf waren die Solingerinnen trotzdem nicht chancenlos, aber Nicole Päpke als Alleinunterhalterin im Angriff - unterstützt aus dem Mittelfeld einzig von Julia Nowack - ließ in der ersten Halbzeit einige Chancen liegen. So fiel der zwischenzeitliche Ausgleich der Solingerinnen kurz vor der Pause dann auch eher glücklich. Päpkes Schuss wurde von der Warendorfer Defensive abgeblockt und Andrea Rohrbach-Kerl, übrigens eine der ganz wenigen Spielerinnen gestern in Regionalligaform, zog aus 20 Metern ab, und der Ball zappelte im Netz (44. Minute). Die zweite Halbzeit gehörte dann ausschließlich den Gästen. Und so fiel der Siegtreffer (81.) für Warendorf auch zwangsläufig. Dass es kein Debakel gab, lag am Ende einzig an Kathrin Schaffrath, die in der Schlussphase mehrfach glänzend parierte.

Eintracht: Schaffrath - Rohrbach-Kerl, Haack, Halbach, Niewiadomski, Nowack, Thal, Sadzenica, Flor, Stellmach (64. Schultes), Päpke.

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