Handball: Silke Gnad streifte noch einmal das Trikot über

Handball: Silke Gnad streifte noch einmal das Trikot über

Gräfrath – TV Verl (Frauen) 27:26 (13:12). Mit dem Schrecken davon kamen die Regionalliga-Handballerinnen des HSV Gräfrath – der designierte Absteiger aus Verl als Kontrahent bot dem Favoriten enorm viel Paroli. „Wir sind einfach nur froh, gewonnen zu haben. Das Wie interessiert jetzt niemanden mehr“, erklärte Pressesprecher Wolfgang Klein. In Anbetracht der vakanten Situation im Kampf um den Klassenerhalt – unter Umständen steigen fünf Mannschaften ab – war der Sieg für den Fünftletzten enorm wichtig.

In der kritischen Schlussphase hatten die Gastgeberinnen für eine dicke Überraschung gesorgt, als sich „Rentnerin“ Silke Gnad das Trikot überstreifte. Die ehemalige Nationalspielerin sorgte dann auch prompt mit einigen Aktionen für ganz wichtige Impulse. „In Anbetracht der personellen Schieflage waren wir zu dieser Maßnahme gezwungen“, meinte Klein. Spielertrainerin Annekatrin Brzoskowski hatte Sabine Maron und Marlen Knabe sowie sich selbst ersetzen müssen, damit war der kleine Kader noch weiter geschrumpft.

In einer Partie auf mäßigem Niveau führten die Solingerinnen schon mit fünf Toren, sie vergaben aber wegen etlicher Schwächen in der Offensive ein deutlicheres Ergebnis. Die Abwehr stand wiederholt sehr stabil, Heike Guddas präsentierte sich zwischen den Pfosten in Topform. „Es ist schon bitter, wenn du hinten gut stehst und vorne die Bälle dann nicht rein wirfst“, erklärte Klein.

  • Handball-Bundesliga : Bergischer HC fordert die Kieler Zebras im ISS-Dome

Zwar trafen Annika Wohlfromm und Natalie Funke-Kamann sicher aus dem Rückraum, dafür vergaben die Gräfratherinnen unzählige Bälle aus der Nahwurfzone. Und wohl dem, der auf eine ehemalige Nationalspielerin zurückgreifen kann, die in kritischen Situationen immer noch Partien entscheiden kann.

(RP)
Mehr von RP ONLINE