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Schach: SG Solingen überrascht als Tabellenzweiter

Schach : SG Solingen überrascht als Tabellenzweiter

Der Blick auf die Tabelle ist ein Trost für Herbert Scheidt in der vielleicht letzten Saison der SG Solingen in der Schach-Bundesliga. "Absteigen können wir nicht mehr", sagt der Teamchef und lacht.

Dank des Ausrutschers von Werder Bremen gegen den SV Mülheim-Nord sind die Klingenstädter an den Norddeutschen auf Platz zwei vorbeigezogen, weil sie in Trier ihre Partien gegen den SC Viernheim und den SV Griesheim jeweils mit 5:3 gewannen — mit einer Mannschaft, die aufgrund der Sparzwänge des Clubs noch einmal nominell schwächer besetzt war als an den Spieltagen zuvor.

Die Klärung, ob die SG Solingen den Spielbetrieb in der Schach-Bundesliga finanziell aufrechterhalten kann, wird sich noch etwas hinauszögern. "Erst wenn es keine Altlasten mehr gibt, macht es Sinn, eine Entscheidung für die Zukunft zu treffen", sagt Herbert Scheidt. Um den laufenden Etat weiter zu entlasten, sollen in zwei Wochen neben den Amateuren Jörg Wegerle und Markus Schäfer die U20-Spieler Jan Hobusch und Jerome Neumair ihr Erstliga-Debüt geben. Ungeachtet der Tatsache, dass sich der alte und wohl auch neue Deutsche Meister OSG Baden Baden sowie der Tabellendritte SV Hockenheim in Solingen vorstellen. Wie in den Vorjahren um eine Top-Platzierung mitzuspielen, war ohnehin nicht das Ziel des finanziell klammen Clubs gewesen.

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Trotz aller Engpässe und Sorgen saßen in Trier immer noch acht Akteure an den Brettern, die ihren Kontrahenten nominell überlegen waren. In der Sonntagspartie gegen den SV Griesheim sprang auch der erwartet solide Sieg heraus. Sechs Partien endeten Remis, Markus Ragger und Predrag Nikolic nutzten ihren Chancen zum Sieg und sorgten damit für den Unterschied.

Tags zuvor bereitete der SC Viernheim mehr Schwierigkeiten als erwartet. Markus Ragger hätte sich nach der dritten Zug-Wiederholung mit Sebastian Maze auf ein Remis einigen können. Der Österreicher war jedoch überzeugt, im Vorteil zu sein. Letztendlich musste er eine Niederlage quittieren. Mads Andersen dachte ähnlich und verlor ebenfalls. Aufgrund dieser beiden Niederlagen begann das große Zittern, da auch Alexander Naumanns Partie nicht gutstand. Hier aber patzte Günther Beikert, so dass Naumann neben Jörg Wegerle, Predrag Nikolic und Markus Schäfer den vierten vollen Punkt sicherte.

(RP)