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Basketball: Sechtem eine Nummer zu groß für letztes Aufgebot

Basketball : Sechtem eine Nummer zu groß für letztes Aufgebot

– SG Sechtem 81:99 (38:43). Nach sechs Niederlagen zum Einstand in die 2. Regionalliga ist das Selbstbewusstsein der Basketballer der BG Solingen natürlich ein wenig im Keller. Gegen Tabellenführer Sechtem hatte das Schlusslicht jedoch nichts zu verlieren. Genau so agierte die Mannschaft von Trainer Joachim Wein auch über weite Strecken und machte den Gästen damit das Leben schwer.

Die Solinger begannen die Begegnung mit ihrem letzten Aufgebot. Mattheus Kondraciewicz und Sascha Bornschein sind immer noch verletzt. Marc Feldmann muss eine Sperre von zwei Spielen absitzen, weil er sich vor zwei Wochen verbal gegen den Schiedsrichter gewandt haben soll. Als sich Leistungsträger Benjamin Dimsic nach wenigen Minuten den Rücken hielt und auch noch ausscheiden musste, sprach überhaupt nichts mehr für die Solinger. Doch die Truppe bewies Händchen. 10:0 ging die BG in Führung und traf im ersten Durchgang durch Oliver Habura, Bastian Brangs und Daniel Walter einfach alles. Bis zur Halbzeitpause hatten sich die Gäste zwar eine 43:38-Führung erarbeitet, doch zufrieden durften sie nicht sein. Mit einer so entschlossenen Solinger Truppe hatte der Spitzenreiter nicht gerechnet.

Die Chance zur ganz großen Überraschung vergaben die Gastgeber jedoch im dritten Viertel. Nachdem Mathias Dimsic und Daniel Walter nur einen ihrer vier Freiwürfe, die auf Grund Unsportlicher Sechtemer Fouls fällig gewesen waren, verwandelt hatten und die folgenden Angriffe jeweils keinen Erfolg gebracht hatten, verfielen die Solinger in Frust. Die erneute Führung wäre möglich gewesen, stattdessen legten die Gäste nach. Die Unzufriedenheit, die zu Ärger innerhalb der Mannschaft führte, blieb nicht ohne Folgen. Sechtem nutzte die Phase eiskalt aus, traf plötzlich jeden Schuss und zog auf 79:48 davon.

Senger macht auf sich aufmerksam

Zumindest im Schlussviertel fing sich das Wein-Team noch einmal. Sie hielt die Gäste unter 100 Punkten und zeigte einige gute Angriffe. Vor allem Dominik Senger machte mit einigen guten Aktionen und insgesamt 18 Punkten auf sich aufmerksam. „Wir hatten unsere Chance, doch Sechtem ist eine Nummer zu groß. Die Bornheimer haben jeden unserer Fehler bestraft“, zollt Joachim Wein den Gästen Respekt. „Wir müssen die Mannschaften im unteren Teil der Tabelle schlagen. Dass wir dazu in der Lage sind, habe ich heute wieder gesehen“, lobt der Coach.

(RP)