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Schwimmen: Schwimmtalente fahren nach München

Schwimmen : Schwimmtalente fahren nach München

Bei der "Head Trophy" misst sich ein Sextett des Ohligser TV mit internationaler Konkurrenz - das ist eine Belohnung.

Leander Leinen, Malena Knoch und Clara Di Gaetano sind sich in zwei Dingen ganz schnell einig: Bei ihrem Alter und bei der Frage, ob sie sich auf München freuen: "13" und "Ja" lauten die Antworten des Trios. Leander wird aber doch noch konkreter: "München wird toll, weil wir noch nie in einer so großen Schwimmhalle waren. Und ich hoffe, dass sie da die neuen Startblöcke haben, bei denen man mehr Absprungkraft hat."

Das wird dem insgesamt sechsköpfigen Team des Ohligser TV bei der "Head Trophy" an diesem Wochenende in der bayerischen Hauptstadt allerdings wohl kaum zu Siegen verhelfen, zu groß ist die Konkurrenz. Denn bei dem internationalen Fest sind auch Starter aus Russland, Italien, Slowenien, Österreich, der Ukraine oder der Schweiz dabei. "Das ist schon was anderes", meint Clara, und Leander ergänzt: "Das kann man ja eigentlich mit einer WM vergleichen." Malena findet: "Da sind Leute dabei, die mal bei Olympia dabei sein werden."

Trainer Jürgen Altenhofen schätzt die Chancen seiner Schützlinge so ein: "Es sind acht oder neun Nationen da - da sind keine vorderen Plätze zu erwarten." Sinnlos ist die dreitägige Reise, für die die Eltern den Hauptanteil der Kosten übernehmen, deshalb noch lange nicht: "Man muss den Kindern auch was bieten", sagt Altenhofen. "Immer nur irgendwo eine Schwimmhalle - das ist doch auch nichts. München ist als Belohnung gedacht für die Kinder, die so viel trainieren." Denn die meisten kommen sechs Mal in der Woche ins Klingenbad zum Training, mittwochs sogar freiwillig schon um 6.30 Uhr vor der Schule. "Ich trainier' nur fünf Mal die Woche", gibt Malena ehrlich zu. Leander schaut sie von der Seite an und meint: "Sie ist trotzdem besser als wir." Malena winkt bescheiden ab.

Das Trio eint nicht nur die Antworten auf die eingangs gestellten Fragen, sondern auch die Leidenschaft für ihren Sport. "Schwimmen ist kein Mannschaftssport. Wenn man versagt, ist man selber schuld", erklärt Leander, was ihm besonders gefällt. Clara fasst es so zusammen: "Schwimmen ist schon Gewohnheit für mich. Ich kann mir ein Leben ohne Schwimmen nicht vorstellen."

Das Team: Anton Kuryanov, Pascal Knoche, Leander Leinen, Clara Di Gaetano sowie Pascal und Malena Knoch. Die Trainer: Jürgen Altenhofen, Alice Marx.

(RP)