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Schach: Schachgesellschaft greift Platz drei an

Schach : Schachgesellschaft greift Platz drei an

Am Heimspieltag folgt dem wichtigen Remis gegen Katernberg ein 5:3-Sieg gegen Dortmund.

Die SG Solingen hat ein weiteres erfolgreiches Wochenende in der Schach-Bundesliga gespielt. Die Mannschaft um Großmeister Markus Ragger gewann 5:3 gegen den SC Hansa Dortmund und holte zudem ein nicht mehr für möglich gehaltenes Remis gegen die SF Katernberg.

Großen Respekt hatte die SG Solingen an ihrem Heimspieltag vor den beiden abstiegsbedrohten Kontrahenten. Sowohl die Sportfreunde Katernberg als auch der SC Hansa Dortmund kamen extrem stark besetzt in die Hauptstelle der Solinger Stadtsparkasse. "Und es hat zunächst auch gar nicht gut für uns ausgesehen", meinte Teamchef Herbert Scheidt.

Gegen die Essener standen Predrag Nikolic, Markus Ragger und Mads Andersen klar auf Niederlage. Doch die Gastgeber kamen mit einem blauen Auge davon. Zwar musste sich Jörg Wegerle mit einem Remis gegen Sarah Hoolt zufrieden geben, nachdem er sich bereits in Gewinnstellung befunden hatte, und Erwin L'Ami verlor seine Partie sogar, doch der Rest der Mannschaft holte das Maximum aus den Duellen heraus. Alexander Naumann feierte seinen zweiten Sieg in dieser Saison, während alle anderen remis spielten. Gerade die halben Punkte von Nikolic, Andersen und Ragger waren aufgrund des Spielverlaufs bemerkenswert. Bis 21 Uhr mussten die Solinger auf die letzte Partie warten. "Es hat sich wie ein Sieg angefühlt", sagte Scheidt. "Für Alexander Naumann freut es micht besonders. Der Sieg ist richtig gut für sein Selbstvertrauen, weil es in dieser Saison bisher ja noch nicht so gut für ihn lief."

Der zweite Wettkampf sollte nicht einfacher werden. Schließlich mussten die Solinger gegen den SC Hansa Dortmund ran, der zeitgleich zum Remis der SG sensationell gegen den SV Mülheim Nord gewonnen hatte. Die Sorge erwies sich jedoch schnell als unbegründet. Die Klingenstädter standen in allen acht Duellen von Beginn an ordentlich und erarbeiteten sich an vier Brettern Vorteile. Florian Handke, Nikolic, Ragger und Andersen hatten gute Siegchancen.

Handke vergab seine Chance im weiteren Spielverlauf aufgrund von Zeitnot, und Andersen beging in der Schlussphase einen entscheidenden Fehler. Beide mussten sich mit einer Punkteteilung begnügen. Ragger und Nikolic an den Brettern eins und drei jedoch ließen sich nicht beirren und brachten den Sieg ins Ziel. Während es für den Österreicher nach sieben Remis der erste Erfolg in der laufenden Saison war, überzeugte der Bosnier vor allem durch ein tolles Endspiel. "Das war große Kunst", meinte Scheidt. "Er hatte einen Bauern mehr, und hat diesen Vorteil grandios zum Sieg genutzt." Da alle anderen Solinger remis spielten, genügten die beiden Siege zum 5:3-Gesamterfolg.

"Es ist sehr erfreulich, dass wir endlich mal die entscheidenden Punkte an den oberen Brettern geholt haben", befand der Teamchef zufrieden. "Jetzt stehen wir richtig gut da." In der Tabelle rückten die Solinger auf den fünften Platz vor und liegen nur noch einen Punkt hinter dem drittplatzierten SK Schwäbisch Hall. "Die können wir noch einholen", ist sich Scheidt sicher. Bis zur Spitze ist der Weg jedoch zu weit. Tabellenführer OSG Baden Baden hat sechs Punkte Vorsprung.

(trd)