Handball : Rückraum in Bestform

Die Regionalliga-Handballerinnen vom HSV Gräfrath starten mit einem 34:27-Sieg über die SG Knetterheide in die Rückrunde. Vor allem überzeugten die Rückraumspielerinnen Annika Wohlfromm und Natalie Funke-Kamann.

Wohl dem, der einen guten Torwart hat. Wohl dem, der auf einen treffsicheren Rückraum bauen kann. Diese beiden Faktoren waren entscheidend. Die Regionalliga-Handballerinnen vom HSV haben mit dem Sieg über den Tabellensechsten aus Westfalen einen großen Schritt in Richtung frühzeitiger Klassenerhalt gemacht. Selbst bei möglichen vier Absteigern hat Gräfrath jetzt fünf Punkte Vorsprung. In zwei Wochen kann mit der Heimpartie gegen den derzeitigen viertletzten Siebengebirge/Thomasberg ein weiterer Schritt folgen.

„Wir dürfen in unserer Konzentration nicht nachlassen. Die nächsten schweren Aufgaben warten bereits“, warnt Abteilungsleiter Gerd Wegner vor jeglichen Leichtsinnigkeiten. Während Torhüterin Heike Guddas ihren Kasten zeitweise vernagelte und die Gäste zur Verzweiflung brachte, entwickelten Annika Wohlfromm und Natalie Funke-Kamann ein regelrechtes Wettschießen. Am Ende trennten sich die Distanzwerferinnen Unentschieden, beide hatten mit jeweils zehn Toren den größten Anteil am Erfolg. Beachtlich waren gerade Funke-Kamanns Tore, da sich die wurfgewaltige Linkshänderin nach einer Viertelstunde einer Sonderbewachung ausgesetzt sah. Doch der aus Wuppertal gekommene Neuzugang ließ sich davon nicht abhalten, entscheidend ins Spielgeschehen einzugreifen.

Und immer wenn die Gäste wieder einmal in Reichweite kamen, setzten die HSV-Werferinnen entscheidend nach. „So gesehen lagen wir permanent vorne, hatten niemals den ganz großen Druck. Allerdings ist der Sieg am Ende sicherlich um einige Tore zu hoch ausgefallen“, betonte Wegner. Die Gäste ließen in den letzten Minuten den Kopf hängen, dass nutzte Gräfrath noch rigoros zu weiteren Toren aus. Die ganz große Gegenwehr war beim Konkurrenten ohnehin nicht zu erkennen.

Auch Koch mit guten Szenen

Martina Koch aus der zweiten Mannschaft erhielt gestern viele Spielanteile und hatte gerade in der Offensive gute Aktionen. Die Nachwuchsspielerin stellte wiederholt ihre Fähigkeiten unter Beweis und darf sich fortan über weitere Regionalligaeinsätze freuen.

Selbst das Fehlen von Abwehrchefin Annekatrin Brzoskowski und Allrounderin Marlen Knabe machte sich diesmal nicht bemerkbar. Brzoskowski konnte so in aller Ruhe ihre Tätigkeit als Coach auf der Bank nachkommen. Knabes Einsatzgebiet richtete sich diesmal auf den Eiskoffer, den sie bei passender Gelegenheit mit aufs Feld brachte.

(RP)
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