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Tennis: Richtungsweisendes Duell zum Auftakt

Tennis : Richtungsweisendes Duell zum Auftakt

Am Sonntag startet der Solinger TC gegen den Bremer TC in die neue Tennissaison. Lange dauert die Spielzeit in der Zweiten Liga nicht. Innerhalb von einem Monat absolviert das Team von Trainer Karsten Saniter alle sieben Partien.

Besser könnte der Spielplan für den Solinger TC in der 2. Bundesliga-Nord kaum sein. Von den sieben Saisonspielen absolviert der Aufsteiger vier auf der heimischen Anlage in Widdert. Der Saisonausklang beim TC Blau-Weiß Berlin liegt zudem besonders günstig auf einem Sonntag. Wie gut das Team von Trainer Karsten Saniter in der kurzen einmonatigen Saison allerdings abschneiden wird, ist völlig offen. Während der Coach vor allem den Klassenerhalt schaffen möchte, spricht Mannschaftsführer Kurt-Reiner Witte vom oberen Tabellendrittel.

"Die Einschätzung ist sehr schwer, weil wir nie wissen, wer mit welcher Besetzung gegen uns antritt", erläutert Karsten Saniter. Es ist das leidige Thema in den Tennis-Ligen. Auf der Kaderliste stehen viele, zum Teil beeindruckende Namen. Doch die Spieler stoßen teilweise nur für sehr wenige Partien zu dem jeweiligen Club - was den Wettbewerb zumindest potenziell ein wenig verzerrt. "Damit müssen wir nun leider schon lange leben", meint Philip Rottschäfer aus dem STC-Kader. "Wir können es nicht ändern." Wobei Saniter einschränkt. "Ganz extrem ist es nur in der Ersten Liga. In unserer Spielklasse rechne ich höchstens mit dem Zuholen von einem oder zwei Spielern für die Spitze."

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Der STC wird diese Praxis fast überhaupt nicht betreiben. Der Verein will in allen Begegnungen nahezu identisch antreten. Nur Spitzenspieler Ludovic Walter wird wohl nicht in allen Duellen dabei sein. "Die vier Sonntagsspiele macht er auf jeden Fall. Außerdem sieht es gut aus, dass er an zwei Freitagen dabei ist", sagt Saniter. Damit würde der französische Neuzugang nur in einem Saisonspiel fehlen. Walter ist der einzige Akteur, den der Solinger TC nur für das Auflaufen bei den Meisterschaftsspielen engagiert hat. Der Rest der Mannschaft wird während der Saison zusammenbleiben und unter der Woche gemeinsam trainieren. "Das macht dann schon Spaß, weil wir sehr viele Dinge machen können", sagt der Trainer. Außerdem ist dies inzwischen eine Seltenheit bei den Tennis-Vereinen geworden.

Am Sonntag möchte der STC im Auftaktmatch gegen den Bremer TC mit seiner Bestbesetzung auflaufen. Das heißt, neben Walter sind auch Gero Kretschmer und Alexander Satschko dabei. Dahinter spielen Johann Willems, Jan Oliver Sadlowski und Neuzugang Patrick Elias. So viel Spielraum wird Saniter im Verlauf der Saison nicht haben. Marco Tesanovic fällt mit Bänderriss voraussichtlich bis zum Saisonende aus, und die Verpflichtung von Victor Cornea hat sich als Missverständnis herausgestellt. Nächster auf der Liste wäre Till Wegner, der nach einer Knie-Operation aber noch Trainingsrückstand aufweist. "Gegen Ende der Saison hoffe ich natürlich, dass sich etwas ergibt", meint der Spieler. Ebenfalls hoffen dürfen Philip Rottschäfer und Karlson Wegner.

Die erste Partie gegen den Bremer TC wird bereits richtungsweisend sein. "Danach warten mit Rot-Weiß Köln und dem TV Espelkamp zwei harte Brocken auf uns", sagt Saniter. Mit allen anderen Mannschaften könne sich der STC messen. "Vielleicht sind wir das Borussia Mönchengladbach der 2. Tennis-Bundesliga." Mannschaftsführer und Ehrenvorsitzender Kurt-Reiner Witte hakt sofort ein: "Borussia Dortmund." Das würde freilich heißen, dass auch der Aufstieg ins Oberhaus drin wäre.

(trd)