Volleyball: Respekt auf beiden Seiten

Volleyball : Respekt auf beiden Seiten

Im Spitzenspiel der 2. Volleyball-Bundesliga wartet auf die TSG Solingen Volleys ein Hexenkessel. Schon einmal in dieser Saison hat der Tabellendritte bei der SVG Lüneburg gespielt und im DVV-Pokal in fünf Sätzen verloren.

Gesucht wird der Verfolger Nummer Eins des Tabellenführers ABC Titans Bergisch Land. Mit jeweils vier Minuspunkten lauern hinter den Vollprofis aus Wuppertal die TSG Solingen Volleys und die SVG Lüneburg, die sich morgen Abend gegenüberstehen. TSG-Coach Helmut Weissenbach und sein Trainerkollege Ronnie Karohs sind sich einig, dass es das Endspiel um Platz zwei sein wird. Das Verhältnis der beiden Konkurrenten ist von großem Respekt geprägt.

Lüneburg verfügt mit 17 Spielern über den größten Kader der 2. Bundesliga Nord — und darin steckt Qualität. Mischa Urbatzka, der auch im Sand an der Seite von Jonas Reckermann schon große Erfolge feierte, und Shootingstar Stefan Köhler gehören zu den Führungskräften im eingespielten Team der Norddeutschen. Der Mittelblock mit Michel Schlien und Patrick Kruse mit einer Körpergröße von jeweils 2,06 Metern ist ein schwer zu überwindendes Bollwerk.

"Lüneburg ist stark, vor allem zu Hause mit meist 500 Zuschauern im Rücken", sagt Helmut Weissenbach. Das hat der Trainer mit seinem Team in dieser Saison schon einmal erfahren müssen. In der Qualifikation zum DVV-Pokal unterlagen die Solinger in der Gellersenhalle in fünf Sätzen. Weissenbach ist zuversichtlich, dass der letzte Matchball dieses Mal seiner Mannschaft gehört. Seit der Niederlage im Pokalspiel seien eine Reihe von taktischen Varianten erarbeitet worden. Außerdem könne er seit ein paar Wochen fast immer mit komplettem Kader trainieren. "Für uns ist wichtig, dass wir die Atmosphäre aufsaugen und für uns nutzen. Dann werden wir sicher ein gutes Spiel machen."

Im Pokal waren die TSG Volleys personell nicht in Bestbesetzung angetreten. "Aber auch wir waren damals nicht vollzählig", gibt SVG-Pressesprecher Henrik Morgenstern zu bedenken. "Deshalb wird es mit Sicherheit einen Krimi geben." Seine Einschätzung macht Morgenstern auch am Fernduell mit dem Rumelner TV fest. Die Klingenstädter waren in der Vorwoche gegen den Rumelner TV mit einer ihrer besten Saisonleistungen in drei Sätzen erfolgreich. Die Lüneburger hingegen hatten gegen den Tabellenfünften einen 0:2-Rückstand aufzuholen, um noch mit 3:2 zu gewinnen.

"Selbst eine Niederlage wird uns nicht aus der Bahn werfen", zeigt sich Helmut Weissenbach zuversichtlich. Die beiden in der Hinrunde noch ausstehenden Aufgaben gegen den SV Lindow/Gransee und das Volleyball-Team Kiel sind lösbar. "Selbst 22:6 Punkte wären eine gute Ausgangsposition für die Rückrunde." Aber Gewinnen sei eben doch schöner — vor allem im Hexenkessel von Lüneburg.

(RP)