Handball: Rekord-Endergebnis auf der Tafel – 134:22Wieselflinke Löwen

Handball : Rekord-Endergebnis auf der Tafel – 134:22Wieselflinke Löwen

1500 Zuschauer wollten den Bergischen HC gegen die HSG Gensungen/Felsberg, einen vermeintlich unattraktiven Gegner, in der Bayerhalle sehen – und sie verwandelten die Heimstätte des Handball-Zweitligisten mit mehrfachen „LaOla“-Wellen in ein Tollhaus.

1500 Zuschauer wollten den Bergischen HC gegen die HSG Gensungen/Felsberg, einen vermeintlich unattraktiven Gegner, in der Bayerhalle sehen – und sie verwandelten die Heimstätte des Handball-Zweitligisten mit mehrfachen „La Ola“-Wellen in ein Tollhaus.

Die Euphorie beim Bergischen HC hat die nächste Stufe erreicht: Nach den ersten ausgiebigen „BHC, BHC“-Rufen beim souveränen Erfolg gegen die TSG Münster, wollte nun die Welle auf den Rängen gar nicht mehr aufhören. Die 1500 Zuschauer im Rund der Bayerhalle feierten schon mehrere Minuten vor dem Abpfiff den 34:22-Erfolg des Handball-Zweitligisten gegen eine über weite Strecken überforderte HSG Gensungen/Felsberg.

Tabellenzweiter gegen Drittletzter – das ungleiche Duell hatte die Truppe von Norbert Gregorz bereits in ersten elf Minuten in die richtigen Bahnen gelegt. Die Löwen agierten in der Abwehr derart aggressiv, dass die Nordhessen in der Offensive wie erstarrt agierten. So gaben sie kaum einen Wurf aus dem Rückraum auf das Gehäuse von Ivan Zoubkoff ab. Das Armutszeugnis der ersten Minuten stellte Dino Duketis aus, als er es von Rechtsaußen nicht schaffte, den Ball am heraus geeilten BHC-Keeper vorbei ins leere Tor zu befördern.

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Bereits in der siebten Minute bat Gensungens Michael Kopeinigg seine Spieler zur Auszeit, als Christoph Krosch das 5:0 erzielt hatte. Nur 5:0, denn Kai Hüter hatte bis dahin bereits einige Versuche der Gastgeber entschärft. Angesichts des früh herausgespielten Polsters wurde die Truppe um Abwehrchef Christoph Krosch etwas nachlässiger in der Defensive. Lücken, die sich nun im Innenblock auftaten, nutzten Dino Duketis, Michael Horn oder Carsten Göbel aus dem Rückraum. Die Gensunger konnten den Rückstand zwar nicht entscheidend verkürzen, aber sie waren dem Bergischen HC zumindest gleichwertig.

Für einen kurzen Augenblick durften die Hessen nach dem Seitenwechsel (12:17) hoffen, dem ungleichen Duell vielleicht doch eine Wende geben zu können. Der Favorit hatte in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit sichtlich Mühe mit der nun noch offensiver ausgerichteten HSG-Deckung und kassierte zwei Gegentore zum 14:17 – bis ein Lattenknaller von Gensungens Florian Ochmann nach einem Tempogegenstoß wieder wachrüttelte.

Katz’ und Maus

Plötzlich waren die Löwen wieder wieselflink auf den Beinen, und sie fingen einen Pass nach dem anderen ab, um Alexander Oelze (20:14), Tim Mullens (21:14) und Thomas Zeller (22:15 in Unterzahl) erfolgreich auf die Schnellangriff-Reise zu schicken. Als dann auch noch Carsten Göbel bei einer Abwehraktion gegen den glänzend aufgelegten Thomas Zeller zu Unrecht seine dritte Zeitstrafe kassierte und mit Rot das Feld verlassen musste, ging bei den Hessen im Rückraum auch die letzte Ordnung verloren. In dieser Überzahl-Phase legte Sebastian Aschenbroich (erneut nach Tempogegenstößen) zwei Treffer zum 26:17 nach. Die Löwen spielten in der Schlussviertelstunde mit ihrem Gegner Katz’ und Maus – zur Freude der begeisterten Zuschauer.

(RP)