Ratlos bei Parkplatz-Suche

Zu viele Zuschauer – zu wenig Parkplätze: die Situation am Ohligser Sportplatz Brabant ist seit Jahren bekannt. Schwierig gestaltet sich allerdings, eine Lösung zu finden, wie gestern im Sportausschuss deutlich wurde.

Parkplätze sind Mangelware rund um den Sportplatz Brabant. Insbesondere nach Jugendspielen von Union Solingen mehren sich permanente Beschwerden von Anwohnern über zugeparkte Einfahrten oder Straßen. „Wir sind ratlos, wie wir dort helfen können“, musste Horst Schulten, Mitarbeiter der Vermögensbetriebe Solingen (VBS), eingestehen. Lediglich bis zu zehn Fahrzeuge finden auf der Zufahrt zur Sportanlage Platz, nachdem dort Gehölze zurückgeschnitten worden sind. Daher wurde untersucht, welche von fünf in der Nähe liegenden Flächen für eine Parkplatz-Nutzung in Betracht kommen könnten. „Sowohl aus finanziellen als auch aus landschaftsrechtlichen Gründen ist keine der Alternativen geeignet.“ Noch einmal geprüft werden soll allerdings ein Grundstück an der Richrather Straße.

Mehrkosten für Beleuchtung

Es war ein Schnellschuss, den der Sportausschuss vor einem Jahr abgegeben hatte, weil sonst 41 000 Euro im Haushalts-Schlund verschwunden wären. Der Rest der Sportpauschale aus dem Jahr 2004 sollte für die Erneuerung der Beleuchtungs- und Beschallungsanlage im Walder Stadion bereitgestellt werden, der Förderverein Jahnkampfbahn wollte 32 800 Euro Eigenkapital beisteuern.

Die geschätzten Gesamtkosten für das vom Förderverein vorgestellte Modell mit vier Beleuchtungsmasten sollten 82000 Euro betragen. VBS-Mitarbeiter Horst Schulten gab gestern allerdings zu bedenken, sich für diese Variante zu entscheiden: „Man würde sich wahrscheinlich nach dem Bau ärgern, weil die Spielfeldfläche damit nicht gleichmäßig ausgeleuchtet wäre.“ Standard jeder Freisportanlage sei eine Sechs-Mast-Anlage – Mehrkosten: rund 20 000 Euro. Die Fraktionen sprachen sich trotz der zusätzlichen Kosten einstimmig für die große Lösung aus. „Der Verein soll – wie zugesagt – seinen Anteil als Bürgschaft vorfinanzieren“, erläuterte Sportausschuss-Vorsitzender Ernst Lauterjung.

Pannen an der Carl-Ruß-Straße

In einer Woche sollte die untere Etage des Umkleidehauses der neuen Sportanlage an der Carl-Ruß-Straße eigentlich fertig gestellt sein. Doch weil sich die Pannen häuften, geht es kaum voran. „Ich nehme die Verwaltung aus der Verantwortung“, sagt Karl-Heinz Korte. Der Ehrenvorsitzende des Fußballkreises hat die Arbeiten aufmerksam verfolgt und festgestellt, dass die Firmen immer wieder zu wenig Bauarbeiter abgestellt haben.

Auch für die jüngste Panne zeichnet sich die Stadt nicht verantwortlich: Die Fliesenleger-Firma hat ihre Arbeiten eingestellt, nachdem sie darauf hingewiesen worden war, das falsche Material zu verwenden. Trotz des aktuellen Rechtsstreits sollen die Vereine wie geplant am 13. Dezember mit dem Ausbau der oberen Etage beginnen können. Wasser und Strom sind vorhanden.

(RP)