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Leichtathletik: Pünktliche Startschüsse

Leichtathletik : Pünktliche Startschüsse

1207 Teilnehmer zählte die 24. Auflage des Klingenlaufs. Während die Einzelkonkurrenzen einen größeren Zuspruch verzeichneten, war die Zahl der Schulstaffeln etwas geringer als im Vorjahr. Das entspannte den Zeitplan.

Diese lange Pause sorgte für Irritationen. Zuschauer erkundigten sich, warum im Start- / Zielbereich für knapp 20 Minuten gähnende Leere herrschte und kein Rennen gestartet wurde. Und selbst Moderator Burkhard Swara als langjähriger Begleiter des Klingenlaufs wollte es nicht glauben, dass die Staffeln der Grundschulen derart früh abgeschlossen waren. "Doch, wir sind durch", bestätigte Mitorganisator Franz Zickuhr.

Einige Faktoren kamen zusammen, dass der Zeitplan derart überpünktlich eingehalten werden konnte. Da wäre zum Beispiel die Zahl von 79 Staffeln bei den Grundschulen, die etwas geringer ausfiel als in den Jahren zuvor. "In diesen Wettbewerben hatten wir einen Rückgang, dafür konnten wir in den Einzelkonkurrenzen einen größeren Zuspruch verzeichnen", bilanzierte Volker Treppel. Die letztjährige Rekordmarke von 1276 Teilnehmern wurde bei der 24. Auflage mit 1207 zwar nicht ganz erreicht, trotzdem zeigt sich der Sprecher der Veranstaltergemeinschaft zufrieden: "Wir pendeln uns seit Jahren auf einem konstanten Niveau ein und können uns im Vergleich mit den Veranstaltungen in den Nachbarstädten sehen lassen."

Viel Zeit gewonnen wurde jedoch mit einer organisatorischen Maßnahme, die gezwungenermaßen ergriffen worden war. Weil der alte Sammelplatz im Südpark-Gelände bebaut wird, musste eine Alternative her: der Parkplatz vor dem Gebäude der Lebenshilfe unmittelbar am Doppeldeckerbus der Solinger Morgenpost. "Da hätten wir auch schon vor zwei Jahren drauf kommen können", sagte Uwe Brockmann. Der Koordinator der Staffelläufe hatte es so deutlich einfacher, die richtigen Quartette aus dem Gewusel heraus an den Start zu schicken. "Der kurze Weg war Gold wert".

Als auch der letzte Läufer nach der letzten Stabübergabe das Ziel erreicht hatte und ein Team von der Grundschule Rosenkamp mit einer Zeit von 5:53 Minuten als überlegener Sieger feststand, erlaubte sich Peter Andriessen den ungewohnten Luxus einer Bratwurst. Ausgerechnet der Zeitnehmer jedoch vergaß die Zeit und war noch nicht wieder zurück, als Franz Zickuhr die ersten Staffeln der Weiterführenden Schulen mit einem pünktlichen Startschuss auf die 4 x 425 Meter schicken wollte. Um nicht plötzlich in Verzug zu geraten, griff Uwe Brockmann kurzerhand zur Ersatz-Stoppuhr mit einem Speicherplatz von bis zu 60 Zwischenzeiten. "Wir sind ja auf alles vorbereitet", sagte Brockmann und nahm Andriessens verlängerte Pause mit Humor.

Amüsante Missgeschicke

Es war nicht das einzige kleine amüsante Missgeschick des fünfstündigen Klingenlauf-Nachmittages. Der Geisterläufer beim Staffelwettbewerb der Grundschulen merkte zum Glück nach wenigen Metern, dass er wie alle anderen den Weg Richtung Eishalle nehmen sollte. Und Daniel Schmidt war am Ende seiner Solo-Vorstellung im Hauptlauf derart versunken in seinen Rhythmus, dass er nach der zehnten Runde den Abzweig in den Zielbereich verpasste. Ärgerlich wäre es nur geworden, wenn der Remscheider in diesem Moment noch überholt worden wäre. Bei einem Polster von 101 Sekunden bestand jedoch keine Gefahr.

(RP)