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Fußball: Planung ohne Herkenrath

Fußball : Planung ohne Herkenrath

Vor der Begegnung gegen den Rheydter SV hat sich Fußball-Landesligist VfB Solingen von Torhüter Justin Herkenrath getrennt. Für ihn wird am Sonntag der A-Jugendliche Florian Kölmel nachrücken.

Zwei Maßnahmen von Karsten Ditscheid zur Halbzeit der Begegnung gegen Union Nettetal waren es, die die Wende hin zum Sieg des VfB Solingen einleiteten. 2:0 für die Gäste stand es nach 45 Minuten, als der Trainer des VfB Solingen Davide Lo Martire für Ennio Orsillo und im Tor für den unsicheren Justin Herkenrath den erfahrenen Manuel Habljak einwechselte. Die Rechnung ging auf: Lo Martire machte gleich nach Wiederanpfiff den Anschlusstreffer, und Habljak hielt seinen Kasten bis zum Schlusspfiff sauber.

Die Freude im Lager des Fußball-Landesligisten über den 3:2-Sieg wurde allerdings unter der Woche ein wenig getrübt, denn Herkenrath zeigte sich gegenüber dem Coach bezüglich der Gründe seiner Auswechslung uneinsichtig. "Auch ein Gespräch konnte daran nichts ändern. Also haben wir beschlossen, dass eine weitere Zusammenarbeit keinen Sinn macht, und haben uns von Herkenrath mit sofortiger Wirkung getrennt", erklärt Ditscheid. Da Jan Hückeler noch verletzt ist, wird am Sonntag Florian Kölmel für Herkenrath nachrücken. "In der kommenden Woche werden wir uns mit Torwarttrainer Jörn Malcharek zusammensetzen und überlegen, wie es grundsätzlich weitergeht."

Lammich auf der Bank

Personell sieht es beim VfB vor der Auwärtsbegegnung gut aus. Nur Mirkan Ilbay und Mladen Tomic sind derzeit verletzt. Allerdings ist der ehemals große Kader durch Abstellungen an die Zweite sowie durch den Ausfall von Eray Bastas und Francesco La Rosa – beide sind erst ab dem 30. November spielberechtigt – stark geschrumpft. So hatte Ditscheid gegen Nettetal nur zwei Ergänzungsspieler zur Verfügung. Deshalb wird Daniel Lammich in Rheydt erstmals in dieser Spielzeit nicht nur als Co-Trainer, sondern auch als Spieler auf der Bank sitzen. Zwar weiß Ditscheid, dass Lammich derzeit nicht 100-prozentig fit ist, "doch dass kann er mit seiner großen Erfahrung wettmachen". Zurück im Kader ist nach sehr langer Verletzungszeit Sebastian Claus.

Launisch und unscheinbar

Trotz Spielbeobachtung kann Ditscheid den nächsten Gegner nicht richtig einschätzen. Nach dem sechsten Spieltag steht die Elf von Trainer Damir Knezovic mit sieben Punkten auf der Habenseite auf Tabellenplatz zwölf. Als "unscheinbar" und von den Leistungen her "launisch" bezeichnet der VfB-Coach den Spielverein. "Wir haben im Oktober noch vier Spiele, darunter dreimal auswärts. Sechs Punkte haben wir uns als Ziel gesetzt". Ditscheid gibt die Marschrichtung vor: "Dafür werden alle erneut eine Schippe drauflegen müssen."

(RP)