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Handball: Ohne den gewünschten Effekt

Handball : Ohne den gewünschten Effekt

Eine Halbzeit lang war eine Überraschung im Bereich des Möglichen gewesen. Doch nach einem schlechten Start in Durchgang zwei konnte der Bergische HC die keineswegs übermächtige HSG Düsseldorf nicht mehr gefährden – mit 27:33 ging das Rheinisch-Bergische Derby verloren.

Georgi Sviridenko sah sich zum Handeln gezwungen. Weil einiges darauf hindeutete, dass sich der Bergische HC Mitte der ersten Halbzeit im Derby der 2. Handball-Bundesliga einen komfortablen Vorsprung heraus spielen würde, machte der Trainer der HSG Düsseldorf nicht nur seinem Keeper Matthias Puhle mit einem Handzeichen verständlich, dass sich dieser zur Einwechslung bereit machen solle. Fast gleichzeitig gab Sviridenko die Grüne Karte am Kampfgericht ab. Drei Treffer in Serie hatten Kristian Nippes, Alexander Oelze und Jens Reinarz erzielt und innerhalb von nur drei Minuten aus einem 8:8 (16.) ein 11:8 gemacht.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte mit ganz wenigen Ausnahmen alles gepasst bei den Bergischen. Die Abwehr hatte gut gestanden, die Angriffe waren flüssig vorgetragen worden. Die Spieler des Tabellenzweiten wirkten verunsichert, auch wenn sie nach der Auszeit (19.) und dem Torhüterwechsel den Anschluss und in der 26. Minute den Ausgleich schafften. Das lag aber weniger an den Düsseldorfer Stärken, sondern an den zahlreich vergebenen Chancen der Gäste. Jens Reinarz warf seinen Siebenmeter weit über das Tor, weil ihm der Ball außer Kontrolle geraten war. Alexander Oelzes Treffer wurde wegen Schrittfehlers nicht gegeben. Jiri Vitek traf nur die Latte. Und Sebastian Aschenbroich suchte mehrmals viel zu früh die Entscheidung aus dem Rückraum und verballerte.

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Obwohl das Team von Neu-Trainer Raimo Wilde nach der Rückkehr aus der Kabine den Start verpasste, war die Partie beim 16:20 (36.) noch lange nicht entschieden. Nach Sebastian Aschenbroichs 17:20 war es Jiri Vitek, der den BHC mit viel Glück im Spiel hielt. Die beiden Bälle zum 18:20 und 19:21 landeten nur deswegen hinter Matthias Puhle im Netz, weil sie abgefälscht worden waren und der HSG-Keeper sich bereits in die andere Ecke orientiert hatte. Auch das 20:22 (42.) ging auf Jiri Viteks Konto.

Bewegung auf der BHC-Bank

Es war die Phase, in der keines von beiden Teams glänzte und auf der BHC-Bank viel Bewegung war. Mathias Fuchs war mittlerweile auf dem Spielberichtsbogen nachgetragen worden und lief sich warm für sein Comeback nach vierwöchiger Verletzungspause. Sven Hertzberg machte sich gleichzeitig für seinen Einsatz an alter Wirkungsstätte fertig. Zwei Einwechslungen, die nicht den gewünschten Effekt hatten. Ausgerechnet die Ballverluste des Ex-Düsseldorfers nach Fehlwurf und Schrittfehler nutzte der Favorit, um auf der Erfolgsspur zu bleiben. Als Sven Hertzberg auch noch mit einer Zwei-Minuten-Strafe bedacht wurde, bauten Frank Berblinger und Patrick Fölser den Vorsprung auf entscheidende fünf Tore aus (49. / 26:21).

(RP)