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Fußball: Ohne Aufstieg von 03 hört Pjetrovic als Trainer auf

Fußball : Ohne Aufstieg von 03 hört Pjetrovic als Trainer auf

Falls der Sprung aus der Kreisliga A nächste Saison nicht klappt, schaut der Coach lieber seinem Sohn in Düsseldorf zu.

Auf dem zweiten Platz hat die 1. Spvg. Wald 03 die Kreisliga-Saison 16 Punkte hinter dem SV DITIB beendet. Doch in der kommenden Fußball-Spielzeit will die Sportvereinigung dem Lokalkonkurrenten in die Bezirksliga folgen. "Wenn uns der Aufstieg nicht gelingt, werde ich mich als Trainer zurückziehen", meint Ganija Pjetrovic. Der 03-Coach knüpft seine Zukunft an den Erfolg. "Nicht nur bei 03. Ich werde dann wohl ganz aufhören."

Grund für diese Haltung ist der Erfolg seines Sohnes Armin, der bei TuRu Düsseldorf gerade aus der A-Jugend kommt und in der Oberliga-Mannschaft antreten wird. "Ich will ihm gerne beim Spielen zuschauen", begründet Pjetrovic. "Und da mache ich mir natürlich schon Gedanken, ob es sich lohnt, eine Mannschaft in der Kreisliga A weiterzumachen." Sollte der Sprung in die Bezirksliga gelingen, will der Coach aber auch über die kommende Saison hinaus an der Seitenlinie stehen. Und die Chancen stehen gut. "Wir rüsten zwar nicht so gewaltig auf, aber der Kader bleibt komplett zusammen, und aus der A-Jugend kommen fünf richtig gute Jungs hoch."

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Dazu geholt hat Wald 03 nur zwei Spieler. Asmir Tabakovic wechselt vom FC Britannia an die Carl-Ruß-Straße. An dem Torjäger hatte Pjetrovic schon vor zwei Jahren Interesse. "Jetzt hat es endlich geklappt." Außerdem kommt von Anadolu Sascha Liebehenze, womit die Sportvereinigung das wohl stärkste Torhüter-Duo der Liga haben wird. Liebehenze ist stark, und Etatkeeper Gregor Schatton ist sowieso über jeden Zweifel erhaben. Geplatzt ist hingegen der Wechsel von Mustafa Sisman. "Er hat zwar schon bei uns trainiert, hat sich aber aus privaten Gründen nun doch entschlossen, bei Vatanspor zu bleiben", sagt Pjetrovic.

Mit der Mannschaft sieht sich der Coach gerüstet, den Aufstieg zu schaffen. "Die fünf A-Jugendlichen haben ja in der Rückrunde auch schon hin und wieder mitgespielt. Und sie haben überzeugt", betont der Trainer. Pacal Magner, Miguel Schumacher, Nils Watzlawik, Morris Bastian und Mauritius Schulz schossen sogar viele Tore auf dem Weg zum zweiten Rang. "Sie werden uns ganz sicher weiterbringen." Entscheidend ist auch, dass sich in Daniel Rybicki ein Leistungsträger für den Verbleib bei 03 entschieden hat. "Er ist ein ganz wichtiger Spieler. An ihm war auch der VfB Solingen dran."

Dass in den nächsten Tagen noch ein Zugang folgt, ist möglich, aber unwahrscheinlich. "Wir haben gar keinen Bedarf, viel Geld auszugeben, und können es auch gar nicht. Wir sind ja nicht DITIB", sagt Pjetrovic scherzend mit Blick auf den unfassbar starken Vorjahreskader des frischgebackenen Bezirksligisten. Ob sein Sohn Mensur von Vatanspor kommt, steht noch nicht fest. "Er hat sich dort abgemeldet, aber durch den Erfolg seines Bruders ist auch bei ihm der Ehrgeiz geweckt." So möchte sich Mensur Pjetrovic zunächst höherklassig empfehlen.

(trd)