Lokalsport Nur eine Halbzeit ein echtes Spitzenspiel

Solingen · In der letzten Partie vor der Winterpause trennen sich der VfB Solingen und der Dabringhauser TV schiedlich-friedlich mit 2:2.

Nur in den ersten 45 Minuten erfüllte die Begegnung am Bavert den Anspruch an ein Spitzenspiel, das der VfB Solingen und der Tabellenzweite Dabringhauser TV mit gegenseitigem großen Respekt begannen. Dass in der Partie überhaupt vier Tore fielen, war der vorweihnachtlichen Jahreszeit geschuldet, denn alle Treffer - hüben wie drüben - mussten die beiden Trainer letztendlich unter der Rubrik schöne Geschenke einordnen.

Nach vorsichtigem Abtasten in der Anfangsphase kam der VfB gleich mit seiner ersten guten Angriffsaktion im Spiel zum Führungstreffer. Nach Doppelpass mit Matteo Agrusa kam Mehmet Karakus im Strafraum zum Abschluss. Gästekeeper Christian Thiede konnte parieren und zur Ecke abwehren. Florian Heuschkel servierte den Ball an die Strafraumgrenze zu Mladen Tomic, der per Kopf zu Eray Bastas verlängerte. Und der Torjäger demonstrierte seine Abschlussqualitäten (10.). Warum allerdings Tomic so unbedrängt an den Ball kam und Bastas im Strafraum so viel Platz hatte, wird sich sicherlich auch TV-Trainer Acar Sar gefragt haben.

Die Freude über den Führungstreffer währte allerdings keine 120 Sekunden. Nach Querpass in den Strafraum hatte Ruzdi Ferataj (12.) wenig Mühe, den Ball unbedrängt über die Linie zu drücken. "Da hat die Zuordnung überhaupt nicht gestimmt", ärgerte sich Trainer Uwe Rütjes.

Insgesamt taten die Gäste mehr für das Spiel, während der VfB aus einer kompakten Abwehr heraus auf Konter lauerte. Ein zweites Gastgeschenk verteilte dann der TV-Keeper, als er den Ball nach einer Ecke genau auf den Fuß von Bastas (31.) verlängerte. Natürlich revanchierte sich der VfB noch vor dem Halbzeitpfiff. Als Valentino Cucuzza (43.) kurz vor der Pause im Strafraum angespielt wurde, ließ die VfB-Abwehr ihn gewähren und den neuerlichen Ausgleich erzielen. "Das hätte man sicher cleverer lösen können", erklärte Rütjes.

In der zweiten Halbzeit war die Luft dann raus aus der Partie. Beide Mannschaften schienen einen Nicht-Angriffspakt geschlossen zu haben. Trotzdem hatte der VfB noch zwei Möglichkeiten zum Siegtor. Doch weder Bastas (68.) noch Tim Engelen (72.) schafften es, Christian Tiede ein drittes Mal zu überwinden. "In der ersten Halbzeit haben wir ein gutes Spiel gesehen. In den zweiten 45 Minuten hat man dann deutlich gespürt, dass keiner mehr einen Fehler machen wollte." Insgesamt bezeichnete Rütjes das Ergebnis als dem Spielverlauf entsprechend. "Wir wollten das Spiel auf keinen Fall verlieren. Das ist uns gelungen. Leider nicht geschafft haben wir es in der Vorrunde, auch einmal ein Spitzenteam der Bezirksliga zu schlagen."

(RP)