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Schach: Nicht mit Ruhm bekleckert

Schach : Nicht mit Ruhm bekleckert

In der Schach-Bundesliga konnte die SG Solingen am Wochenende zwei Siege verbuchen. Der Erfolg über den Hamburger SK fiel mit 4,5:3,5 eher schmeichelhaft aus. SF Berlin wurde mit 5,5:2,5 weit deutlicher geschlagen.

Erwartungsgemäß verließ die Solinger Schachgesellschaft (SG) in der Bundesliga am Wochenende vor heimischer Kulisse die Bretter zweimal als Sieger. Nach einem eher schmeichelhaften 4,5:3,5-Erfolg über den Hamburger SK folgte im Veranstaltungsraum der Stadt-Sparkasse am Sonntag ein deutlicherer 5,5:2,5—Sieg über Berlin. Nach diesen beiden Erfolgen rangiert der Rekordmeister aus der Klingenstadt mit 18:4 Mannschaftspunkten weiterhin auf dem vierten Tabellenplatz.

In der Samstagspartie gegen Hamburg bekleckerte sich das favorisierte Team der Solinger über weite Strecken allerdings nicht mit Ruhm. Nach knapp drei Stunden Spieldauer konnten nämlich die Gäste aus dem hohen Norden überraschend in Führung gehen, da Großmeister (GM) Jan Smeets am Spitzenbrett gegen Radoslav Wojtaszek entscheidenden Materialverlust nicht mehr vermeiden konnte.

Fast gleichzeitig glich aber GM Markus Ragger den Mannschaftskampf aus. Etwas später sorgte GM Daniel Stellwagen sogar für die Führung. Anschließend konnte GM Michael Hoffmann aber seine ruinöse Stellung nicht mehr verwalten und es sah alles nach einem 4:4-Unentschieden aus. Dann aber schlug die große Stunde des sich in blendender Form befindenden GM Alexander Naumann. Er drehte nämlich ein vielleicht haltbares Endspiel zu seinen Gunsten und bescherte der SG den knappen Gesamtsieg. Damit feierte Naumann seinen fünften Erfolg in Folge und stieg mit 6,5 Zählern aus acht Partien zum fleißigsten Punktesammler der SG auf.

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Abstiegsbedrohte Gäste

In der zweiten Begegnung des Wochenendes gegen die stark abstiegsbedrohten Gäste aus Berlin hinterließ das Solinger Großmeisteroktett ebenfalls nicht immer den besten Eindruck. Zwar kristallisierte sich frühzeitig ein Gesamtsieg heraus, aber von einem echten Kantererfolg, der aufgrund der nominellen Überlegenheit fällig gewesen wäre, war weit und breit nichts zu sehen.

Mit der Niederlage von GM Daniel Stellwagen schlich sich sogar ein unerwarteter Schönheitsfehler ein. Zuvor aber hatten Markus Ragger sowie GM Predrag Nikolic die Weichen aber bereits auf einen Gesamtsieg der Solinger gestellt. GM Michael Hoffmann rehabilitierte sich für die Niederlage im Spiel gegen Hamburg. Eher zufällig — durch Zeitüberschreitung — konnte GM Sipke Ernst seine Partie gegen den Berliner Lars Thiede gewinnen. GM Jan Smeets, GM Erwin L'Ami und GM Alexander Naumann spielten jeweils remis.

(RP)