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Handball: Neue Gräfrather Ziele

Handball : Neue Gräfrather Ziele

Vier Neuzugänge – darunter die 20-fache polnische Nationalspielerin Kamila Caluzynska – unterstreichen die Ambitionen, mit denen die Handballerinnen des HSV Gräfrath in die neue Drittliga-Saison gehen.

Vier Neuzugänge — darunter die 20-fache polnische Nationalspielerin Kamila Caluzynska — unterstreichen die Ambitionen, mit denen die Handballerinnen des HSV Gräfrath in die neue Drittliga-Saison gehen.

Die Tür hatte schon einmal weit offen gestanden. Als Regionalliga-Meister hatte der HSV Gräfrath nicht hindurchgehen wollen und auf den Startplatz in der Zweiten Liga verzichtet. "Mit den Strukturen von damals hätten wir einen Schiffbruch erlitten", ist sich der Vorsitzende Gerd Wegner sicher. Vor allem finanziell wäre der Aufstieg für den familiären Handball-Club ein Abenteuer geworden. Sollte die Tür nach Ablauf der dritten Saison in der 3. Liga West noch einmal weit offen stehen, würden die Solinger Handballerinnen nicht noch einmal Nein sagen. Bereits im Oktober hatte die Vereinsführung des HSV Gräfrath die Ambitionen öffentlich verkündet.

Während im Hintergrund ein mehrköpfiges Team um Teamkoordinator Frank Schütz die Strukturen schafft, spiegeln sich die neuen Ziele auf dem Feld mit den Neuzugängen wider. Während in den vergangenen Jahren vor einer neuen Saison immer nur ein oder zwei Spielerinnen den Weg in die gut funktionierende HSV-Clique gefunden haben, sind es jetzt gleich vier an der Zahl. "Wenn man seine Ziele verändert, muss man so einen Umbruch wagen", sagt Trainerin Michaela Buchheim. Das gilt ganz besonders für die Verpflichtung von Kamila Caluzynska. Die 31-Jährige kommt vom polnischen Erstligisten Akad Koszalin mit der Empfehlung von 20 Einsätzen in der Nationalmannschaft. Zusammen mit Leonie Huckenbeck soll sie das Spiel der Gräfratherinnen gestalten und führen.

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Mit Kathrin Hambitzer nimmt Michaela Buchheim einen zweiten Neuzugang in die Verantwortung. Die 25-Jährige trug fünf Jahre lang das Trikot von Bayer Leverkusen und sammelte in den beiden vergangenen Jahren Erfahrung in der Ersten Liga. "Ich habe immer wieder in Kontakt mit dem HSV Gräfrath gestanden, aber jedes Mal einen Grund gefunden, den Wechsel aufzuschieben." Hambitzer bekleidet als Rechtsaußen die einzige Position beim HSV, die nur einfach besetzt ist. Im Notfall soll hier Kim Spiecker einspringen.

Mit Lena Beckers (21) vom Drittliga-Absteiger TV Lobberich und Julia Schindler (21) vom Liga-Konkurrenten TV Beyeröhde setzt Michaela Buchheim auf zwei talentierte Kräfte, denen die Trainerin einiges zutraut. "Damit haben wir eigentlich auf jeder Position eine erfahrene und eine junge Spielerin. Die Mischung dürfte eine unsere Stärken sein." Nach den ersten Wochen der Vorbereitung scheint sich abzuzeichnen, dass sich das Quartett menschlich bestens in die "HSV-Clique" einfügt. Wie es sportlich aussieht, wird sich erstmals am Wochenende zeigen, wenn der HSV Gräfrath seine ersten Testspiele im Rahmen eines Turniers beim ASC Dortmund bestreitet.

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(RP)