Handball: Nachholbedarf in der Abwehr

Handball : Nachholbedarf in der Abwehr

Die Frage nach dem Niederrhein-Meister machen andere Vereine in der C-Jugend-Oberliga unter sich aus. Bei der SG Solingen BHC und der HSG WMTV/TSG steht die sportliche Entwicklung im Vordergrund.

In einer Oberliga-Begegnung auf ganz schwachem Niveau hielt die C-Jugend der SG Solingen BHC bis zum 8:8 gut mit. Die JSG Wuppertal, zuletzt nach drei Niederlagen in Folge von der Tabellenspitze weit nach unten durchgereicht, wirkte sichtlich angeschlagen. "Wir haben nicht gut genug gespielt, um das ausnutzen zu können", sagte Co-Trainer Peter Schnitzker nach der 16:24 (8:12)-Niederlage.

Mit vier Toren in Serie setzten sich die Gäste vor dem Seitenwechsel ab. Direkt nach der Pause legten sie den nächsten Zwischenspurt bis auf 16:9 hin. "Damit war das Spiel leider entschieden", bilanzierte Schnitzker, der fortan wieder eine ausgeglichene Handballpartie beobachtete. Die Solinger Abwehr stabilisierte sich wieder, Dominik Rex zwischen den Pfosten zeichnete sich mit einigen Paraden aus. In der Offensive agierte der SG-Nachwuchs jedoch viel zu statisch. Ideenlos gab es kaum ein Durchkommen gegen die Wuppertaler Hintermannschaft. Der in den vergangenen Wochen so treffsichere Sven Meißel fand nicht zu seiner Normalform und musste sich mit drei erzielten Treffern begnügen.

Als Tabellensiebter rangiert man vor den Kreisrivalen HSG WMTV/TSG und TuS Wermelskirchen. Mit der Gesamtentwicklung ist man im Lager der SG Solingen BHC daher durchaus zufrieden. Schnitzker sieht zusammen mit seinen Trainerpartnern Tim Keller und Olaf Berger jedoch im Abwehrbereich noch großen Nachholbedarf. Mit 327 Gegentoren haben die Solinger aktuell die meisten aller Mannschaften kassiert, bei einem Schnitt von mehr als 32 ist das zu viel. "Daran werden wir in den kommenden Wochen am meisten arbeiten", kündigt Schnitzker an. Zudem wolle sich das Trainertrio um die spielerischen Inhalte kümmern. Zu häufig gingen die Spieler alleine auf Torejagd, anstatt mehr in der Gruppe zu arbeiten. In dieser Saison wollen die Solinger tendenziell mehr als die sechs Punkte aus der Hinrunde holen, zudem sei das Ortsderby wieder eine zentrale Aufgabe für die gesamte Truppe.

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Noch nicht so weit wie Top-Teams

Der Stadtrivale hatte im Heimspiel gegen den Oberliga-Zweiten TuSEM Essen wenig zu bestellen. Nach deutlichem Pausenrückstand kämpfte sich die HSG WMTV/TSG noch einmal auf 20:22 (35.) heran, am Ende stand jedoch eine deutliche 30:39-Niederlage. "Wir sind spielerisch und konditionell noch nicht so weit wie die Topteams der Liga. Von daher geht die Niederlage in Ordnung", sagte Trainer Andreas Schmitz nach der Begegnung mit dem Meisterschaftskandidaten. Dennoch sei man im HSG-Lager mit der Entwicklung der Mannschaft absolut zufrieden.

(lhep)
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