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Leichtathletik: Motivierende Änderung

Leichtathletik : Motivierende Änderung

75 Teilnehmer zählte die 38. Auflage des Müngstener Brückenlauf, die Jochen Grob und Tanja Krämer mit deutlichem Vorsprung gewannen. Erstmals waren auch Nordic Walker auf der Zehn-Kilometer-Strecke unterwegs.

Bei strahlendem Sonnenschein starteten gut gelaunte Athleten beim Müngstener Brückenlauf. 75 Läufer hatten sich in die Meldelisten eingetragen, die meisten davon erst kurzfristig, weil sie den Wetterprognosen nicht getraut hatten. Ergänzt wurde das Teilnehmerfeld bei der 38. Auflage erstmals durch sieben Nordic Walker. Alle die, die sich von der Herbert-Schade-Anlage aus auf die zehn Kilometer lange Strecke begaben, wurden belohnt mit idealen Laufbedingungen bei acht bis zehn Grad.

Der Ausrichter hatte sich in diesem Jahr entschlossen, die Strecke zu modifizieren und zu verändern, um den Müngstener Brückenpark besser einzubeziehen. Außerdem war erstmals ein Rundkurs abgesteckt, anstatt die Läufer über den gleichen Weg hin und wieder zurückzuschicken. "Wenn man schon vor dem Wendepunkt sieht, wie weit die Konkurrenz weg ist, ist das frustrierend", begründete Mitorganisatorin Silvia Schütz diese motivierende Maßnahme.

Die Aussage wurde nachvollziehbar, als Jochen Grob im Zielbereich auftauchte und auf die abschließende Stadionrunde ging. Der Langstrecken-Spezialist des TSV Aufderhöhe hatte einen riesigen Vorsprung und gewann mit einer Zeit von 41:54 Minuten. Ebenso überlegen lief Tanja Krämer (Ohligser TV) bei den Damen vorne weg. Ihre 47:49 Minuten bedeuteten zugleich Platz acht in der Gesamtwertung.

Aber es waren nicht nur Profis unterwegs, sondern auch viele Hobbyathleten im Alter zwischen 18 und 67 Jahren. Jeder Teilnehmer bekam für seine Mühen eine Medaille verliehen, jeder Sieger bei den Damen und den Herren zusätzlich einen Pokal.

In der Bewertung der neuen Strecke, die sowohl steile Abwärtspassagen als auch einen harten Anstieg zum Schluss beinhaltete, gingen die Meinungen weit auseinander. Während Sieger Jochen Grob leicht und locker ins Ziel einlief, benötigte der eine oder andere schon ein paar Minuten, um wieder zu Atem zu kommen. So auch Oberbürgermeister Norbert Feith, der 55:04 Minuten für die zehn Kilometer benötigte und das Ziel auf Platz 31 erreichte.

"Eine tolle, aber auch sehr anspruchsvolle Strecke. Wenn man so wie ich nur ab und zu Zeit zum Laufen hat, ist das hier schon hart." So unterschiedlich auch die Bewertungen der Strecke ausfielen, so einig war man sich in einem: Verpflegung und Organisation waren vorbildlich.

(hki)