Handball Moens Siegtreffer fiel mit dem Schlusspfiff

Es ist ein kurioser Anblick. Mathias Fuchs macht das Spiel, doch ihm gegenüber stehen die Spieler, mit denen er teilweise über Jahre hinweg zusammen gespielt hat.

Mittwochabend traf der Bergische HC erstmals auf Fuchs' neues Team, den TV Korschenbroich. Die Mannschaft von Trainer HaDe Schmitz tat sich schwer, gewann aber dennoch durch Kristoffer Moens 29:28 in letzter Sekunde.

Anders als am vergangenen Wochenende gegen GWD Minden begann der Trainer mit einer 5:1-Deckung mit Christian Hoße auf dem Offensivposten. Während die 6:0-Deckung zuletzt sehr ordentlich funktioniert hatte, kam der BHC in der offensiveren Variante öfters in Bedrängnis. Clever schossen die Spieler des TV Korschenbroich durch die Lücken, um sich Wurfchancen zu erarbeiten und den zunächst glücklosen Mario Huhnstock im Löwen-Gehäuse zu überwinden.

Dadurch ergaben sich weniger von den Möglichkeiten, die den BHC gegen Minden so stark gemacht hatten. Tempo-Gegenstöße und Angriffe über eine Schnelle Mitte waren zwar zumeist erfolgreich, jedoch deutlich rarer zu bestaunen.

Die Löwen mussten also im eigenen Aufbau erfolgreicher spielen — was phasenweise gelang. Kristoffer Moen bewies, dass er aus dem Rückraum treffen kann. Sebastian Hinze war am Kreis mit einigen seiner bekannten Würfe, in denen er waagerecht in der Luft liegt, erfolgreich. An seine Top-Form knüpfte Simon Kluge an. Der Rechtsaußen begann mit einem Fehlwurf, bewies danach aber Sicherheit und zeigte sich in jeder Spielsituation hellwach. So fing er etwa einen Pass ab, um blitzschnell und erfolgreich Jens Reinarz in Szene zu setzen.

Nicht nur Kluge überzeugte in der zweiten Hälfte, insgesamt lief es für den BHC mit Henning Quade, Jan-Marco Behr und Tim Henkel im Deckungszentrum sowie Jan Stochl im Tor besser.

Pekeler musste passen

"Normalerweise würde ich aber niemals mit einer 5:1-Deckung gegen die schnellen Korschenbroicher spielen", erklärt Trainer HaDe Schmitz. "Das war ein Versuch unter schwersten Bedingungen. Gut gefallen hat es mir nicht, aber zumindest hat es in der zweiten Hälfte besser geklappt, weil wir konzentrierter waren." Auf Hendrik Pekeler musste der Coach gestern verzichten. Der 19-Jährige hatte sich im Training eine Prellung am Oberschenkel zugezogen.

(RP)