Basketball Mit Mims ist die TSG der Top-Favorit der Landesliga

Solingen · Der 2,06 Meter große Center ist der Königstransfer von Ken Pfüller, der mit seinen Basketballern aufsteigen will.

In der Basketball-Landesliga führt in dieser Spielzeit der Weg zum Aufstieg nur über die TSG Solingen. Die Mannschaft von Trainer Ken Pfüller will den Sprung in die Oberliga unbedingt schaffen und hat mit Dennis Mims das Ass im Ärmel, das sie zum Favoriten macht. "Ohne ihn wären wir eine starke Mannschaft, mit ihm sind wir das Team, das es zu schlagen gilt", meint Pfüller.

Zum Auftakt treffen die Solinger morgen (19.30 Uhr) auf die SG Langenfeld, die im Vergleich zur Vorsaison klar schwächer sein dürfte. "Um die Langenfelder mache ich mir keine großen Sorgen", sagt Pfüller. Die Rheinländer wollten in der vergangenen Spielzeit unbedingt aufsteigen, scheiterten letztlich aber recht deutlich. "Danach kam es zu einem Umbruch, und alle Leistungsträger haben den Verein verlassen", erläutert der TSG-Coach. "Deshalb ist mit der SG in dieser Saison nicht zu rechnen." Es könnte also ein entspannter Aufgalopp für die TSG werden. "Wir sollten es irgendwie hinbekommen."

Zumal die Solinger fast komplett antreten und der neue vermeintliche Leistungsträger dabei ist: Mims wird erstmals für die Klingenstädter antreten und zeigen können, warum er in der Vergangenheit bereits in der Zweiten Liga aktiv war. "Wobei wir nicht so spielen wollen, dass alles über ihn läuft", sagt Pfüller über den 2,06 Meter großen Center, der zuletzt den Marler BC in der Oberliga fast im Alleingang zum Aufstieg warf. Die Solinger Taktik sucht den Erfolg erneut über eine offensive Verteidigung. "Wir werden die Ganzfeldpresse noch aggressiver als in der vergangenen Saison spielen, schnelle Ballverluste des Gegners provozieren, um leicht zu punkten", erklärt der Coach.

Diese offensiv ausgerichtete defensive Herangehensweise hat die Mannschaft bereits 2014/15 ausgezeichnet. Das Problem war lediglich der dünne, teils wenig ausgewogene Kader. "Das hat sich komplett geändert. Wir sind viel ausgeglichener besetzt", betont Pfüller.

Neben Mims haben sich Niklas Perry (Alpha Düsseldorf) sowie die Nachwuchstalente Lukas Hoffmann, Hasan Koc und Dzemal Selimovic dem Verein angeschlossen. "Gerade die jungen Leute überraschen mich im Training immer mehr", meint Pfüller. Dazu sind Leistungsträger wie René Borck, Maik Walosch, Adam Jones oder Martin Perry geblieben. Nur Pfüller selbst will in der Landesliga nicht mehr auf das Feld gehen. "Ich spiele in der Zweiten und kann dann notfalls mal einspringen, wenn es gar nicht anders möglich ist", sagt der Coach vorausblickend.

Einen weiteren guten Mann hat er per Zufall noch dazu bekommen: Der Rumäne Christian Heinz hat früher auch hoch gespielt, ist aber noch nicht wieder fit. "Wenn es soweit ist, wird er uns aber auch weiterhelfen", ist sich Pfüller sicher. "Weiteren möglichen Zugängen musste ich sogar absagen, weil wir sonst zu viele geworden wären."

Die TSG kann sich in dieser Spielzeit also fast nur selbst schlagen. Hauptkonkurrenten sieht Ken Pfüller nur zwei, wenn es um den Sprung in die Oberliga geht. Der TVJ Königshardt gehört als Absteiger freilich zu den gefährlichsten Gegnern. Dazu kommt die Drittvertretung der Baskets Wuppertal. Pfüller: "Bei der Mannschaft handelt es sich um ein übernommenes Team der DT Ronsdorf. Einige der Spieler haben zuletzt in der 1. Regionalliga gespielt. Mit ihnen ist also zu rechnen."

(trd)
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