Fußball: Mit Bauchschmerzen nach Vohwinkel

Fußball : Mit Bauchschmerzen nach Vohwinkel

Vatanspor will weiterhin ungeschlagen bleiben. Union und VfB spielen gegen Kellerkinder und möchten gewinnen.

Die kommenden beiden Wochen werden entscheiden, ob sich die SG Vatanspor in der Spitzengruppe der Fußball-Bezirksliga festsetzen kann. Denn der Drittplatzierte spielt am Sonntag beim Landesliga-Absteiger und Tabellenvierten FSV Vohwinkel (14.30 Uhr) und am Wochenende darauf gegen Spitzenreiter SSVg Heiligenhaus. "Danach werden wir wissen, ob wir uns dort oben halten können", sagt Vatanspor-Trainer Sahin Sezer, dessen Team vor dem 13. Spieltag noch ungeschlagen ist.

"Allerdings habe ich wirklich Bauchschmerzen und bin nervös, wenn ich an Sonntag denke", sagt der Trainer. Sorgen bereitet ihm vor allem die mit nur sechs Gegentreffern beste Defensive der Liga. Sezer: "Wir fahren dorthin, um nicht zu verlieren. Ein Punkt ist das Ziel." Ob der Spielertrainer dabei auf dem Platz helfen kann, zeigt sich kurzfristig. Der 36-Jährige hat Schmerzen im Fuß. Definitiv nicht in der Startelf wird Stefano Sinicropi stehen, zudem ist Mustafa Sisman im Urlaub. Fatih Sezer ist aber wieder einsatzbereit.

"Mit dem 0:0 am vergangenen Wochenende gegen Mettmann konnten wir gut leben", sagt VfB-Sportchef Manuel Habljak rückblickend. Schließlich hatte der VfB Solingen nach den vielen Gegentreffern in den vergangenen Begegnungen endlich einmal kein Tor kassiert. "Jetzt müssen wir schauen, dass wir unsere Offensivaktionen wieder zielstrebiger ausführen." Beim Aufsteiger SV Jägerhaus Linde (Sonntag, 14.30 Uhr), der nach einem starken Saisonstart im Abstiegskampf angekommen ist, sollte deshalb ein Sieg rausspringen. Schließlich steht der VfB nur drei Zähler besser da als Linde. "Unser Ziel ist, dass daraus sechs Punkte werden", sagt Habljak. "Genug Qualität dafür haben wir in jedem Fall." Und mehr Alternativen hat der Bezirksligist auch wieder: Marcel Carnielo ist nach seiner Sperre zurück im Team. Trainiert wurde in der vergangenen Woche übrigens nur zwei- statt dreimal. "Die Intensität ist so hoch, dass ein wenig Erholung unserer Meinung nach gut getan hat", sagt der Sportchef und hofft, dass ausgeruhte Solinger in Wuppertal jubeln.

BSC Union Solingen gegen den Wuppertaler SV - das klingt nach Tradition und großem Sport. Allerdings ist dieses Duell nicht mehr mit denen aus guten alten Bundesliga-Zeiten zu vergleichen. Morgen spielt die Union gegen den WSV II - und zwar in der Bezirksliga (Brabant, 14.30 Uhr). Dabei hofft Union-Trainer Ali Soysal auf den ersten Sieg seit dem 28. September. So lange ist es her, dass der Aufsteiger den SCB Neandertal mit 4:1 besiegte. "Wir sind eigentlich mal wieder dran", sagt Soysal und ergänzt: "Es wird aber nicht einfach." Von der Tabellenkonstellation her sollte für die Union aber in jedem Fall was drin sein. Denn der WSV II hat erst sechs Punkte auf dem Konto und ist Vorletzter.

Doch auch die Soysal-Elf muss nach unten schauen - nach drei Niederlagen in Folge ist sie auf Rang zehn gelandet. Immerhin hat sich die Personalsituation entspannt. Ivan Solida, Damir Bajraktarevic und Daniel Kauffeldt kehren zurück. Bei Maximilian Noll sieht es ebenfalls gut aus.

(sobi)
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