Wasserball: Mit Ambitionen in die neue Wasserball-Saison

Wasserball : Mit Ambitionen in die neue Wasserball-Saison

Erster Gegner der SGW Solingen / Wuppertal ist heute mit Erstliga-Absteiger SGW Köln gleich ein echter Prüfstein.

Heute startet die SGW Solingen /Wuppertal bei der SGW Köln in die neue Zweitliga-Saison. Als Bundesliga-Absteiger zählen die Domstädter zu den Favoriten, doch Tim Focke rechnet sich trotzdem gute Chancen aus. "Der Leistungsunterschied zwischen den schwächeren Erstliga-Teams und den Spitzenteams in der Spielklasse darunter ist ohnehin minimal", erläutert der Coach der Bergischer. "Dazu kommt, dass die Kölner ein paar gute Wasserballer verloren haben."

Ambitioniert geht die Startgemeinschaft die neue Saison an. "Wir wollen jedes Spiel gewinnen", stellt Tim Focke klar. "Und uns muss man erst mal schlagen." Mit der Entwicklung seines Kaders ist der Trainer sehr zufrieden. Die zweite Leistungsüberprüfung hat gerade stattgefunden, und das Fazit ist erfreulich. "Alle haben sich gesteigert. Die Mannschaft ist fit." Der Coach steht nun vor Luxusproblemen. Der Kader ist so groß, dass nicht alle zum Einsatz kommen können. So sind auch Ausfälle zu verschmerzen. Heiko Hindrichs kann aus privaten Gründen nicht dabei sein. Das Gleiche gilt für Boris Spielhoff. Außerdem ist das Solinger Urgestein Marc Willems noch angeschlagen. "Wir müssen schauen, in wie weit Marc einsetzbar ist. Fest steht, dass wir auf der Center-Position Probleme haben."

Auf allen anderen Positionen hat Focke die Qual der Wahl. Trainingsbeteiligung und Leistung sowie Engagement spielen bei der Verteilung von Einsatzzeit die größte Rolle. "Grundsätzlich gefällt es mir, mit einem so großen Kader arbeiten zu dürfen." Das Selbstvertrauen ist hoch. Die Wasserballer wollen im oberen Tabellendrittel mitschwimmen. "Wer in der Liga favorisiert ist, kann ich kaum absehen", meint der Trainer. "Man hört immer viel, aber letztlich ist es doch ein wenig spekulativ, solange nicht ein paar Spieltage vergangen sind." Ganz sicher werden aber die Zweitvertretungen der Bundesligisten wieder eine entscheidende Rolle einnehmen. "Je nach dem mit welchen Spielern Mannschaften wie der ASC Duisburg oder Bayer Uerdingen antreten, sind sie nahezu unschlagbar oder umgekehrt ein leichter Gegner." Der Wettbewerb wird dadurch freilich ein wenig verzerrt. "Darüber wird viel gesprochen. Aber ich kann auch verstehen, wenn die Reserven die jungen Spieler auflaufen lassen. Sie müssen ja irgendwo Erfahrungen sammeln."

Die Zweitvertretungen dürfen nicht aufsteigen, haben aber durch die wechselhafte Qualität ihrer Aufstellungen großen Einfluss auf die Platzierungen der anderen Vereine. "Wenn wir oben hin gehören wollen, müssen wir solche Mannschaften eben auch mal schlagen", sagt Focke. Beim Spiel in Köln müssen sich die Bergischen über die Aufstellung des Gegners keine Gedanken machen. Die Domstäder werden ihre besten Wasserballer ins Rennen schicken. "Wir kennen uns gut", stellt der Coach klar. Mit Lars Hebbecker, Christian Offermann und Daniel Junker haben die Bergischen drei Ex-Spieler der SGW Köln im Kader. "Wir wissen also, was auf uns zukommt und sind gut vorbereitet."

2. Wasserball-Bundesliga: SGW Köln – SGW Solingen/Wuppertal (Samstag, 18 Uhr).

(trd)
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