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Handball: Löwen fühlen sich stark

Handball : Löwen fühlen sich stark

Im ersten Heimspiel der neuen Saison erwartet der Bergische HC mit dem TV Hüttenberg einen der zahlreichen Anwärter auf einen der vorderen Tabellenplätze. Das Team von Raimo Wilde ist selbstbewusst genug, gegen die Hessen einen Sieg anzustreben.

Es gibt ein Thema, über das Raimo Wilde gar nicht mehr sprechen mag. So rollt der Coach des Bergischen HC mit den Augen, wenn ihn jemand auf die Saison-Vorbereitung anspricht. „Ich kann’s nicht mehr hören“, sagt Wilde. Schließlich sei die neue Saison in der 2. Handball-Bundesliga jetzt schon eine Woche alt.

Gesprächsthema ist hingegen immer noch die Auftaktbegegnung bei der HR Ortenau, in der sich die Bergischen den Luxus erlaubt hatten, drei von vier Siebenmetern nicht im Tor untergebracht zu haben. „Selbst nach dem Ausgleich per Strafwurf zum 25:25-Endstand durch Elvir Selmanovic hat sich keiner freuen können, weil wir alle das Gefühl hatten, einen Punkt liegen gelassen zu haben.“ Für Raimo Wilde bleibt der Grund für das Remis nach wie vor die ungewohnte Siebenmeter-Schwäche. „Eigentlich haben wir mit Alexander Oelze und Jens Reinarz zwei sichere Schützen, die unter sich ausmachen, wer an die Linie tritt.“ Der BHC-Coach will nun seine Konsequenzen ziehen und in Zukunft ansagen, wer die Siebenmeter zu werfen hat.

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Mit einem spaßigen Strafwurf-Training am Mittwochabend wurde das Kapitel „HR Ortenau“ beendet und ein neues aufgeschlagen – das da heißt: TV Hüttenberg. Obwohl die Hessen mit einem der kleinsten Etats der Zweiten Liga Süd auskommen müssen, zählen sie zu der Vielzahl von Anwärtern auf einen der vorderen Tabellenplätze. So war es auch in der Vorsaison, als das Team von Trainer Jan Gorr in der Hinrunde vorne mitspielte, ehe es von zahlreichen Verletzungen heimgesucht wurde und bis auf Platz neun durchgereicht wurde. „Hüttenberg wird nicht einfacher zu spielen sein als die HR Ortenau, weil sie sich vor allem in der offensiven Abwehr stark verbessert haben“, weiß Raimo Wilde, der gespannt ist, wie der Gießener Vorstadtklub am morgigen Samstag gegen den Bergischen HC agieren werde.

Abgelegte Nervosität

Die Löwen jedenfalls fühlen sich nach der überzeugenden Leistung vor einer Woche in Offenburg stark genug, selbstbewusst einen Sieg im ersten Heimspiel der neuen Spielzeit anzustreben – auch wenn sich der Kreis der gesunden Spieler nicht vergrößern wird. Sebastian Aschenbroich und Kevin Wendlandt werden wohl das Aufwärmprogramm absolvieren, an einen Einsatz ist aber noch nicht zu denken. „Die Nervosität jedenfalls haben wir abgelegt“, hat der BHC-Coach registriert. Nun müsse seine Mannschaft dahin kommen, die Bayerhalle zu einer Festung aufzubauen. „Wenn jeder Gegner mit einer gehörigen Portion Respekt in den Mannschaftsbus steigt, haben wir alles richtig gemacht.“

(RP)