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Handball: Lösbares Auftaktprogramm

Handball : Lösbares Auftaktprogramm

Mit einem deutlich verstärkten Kader will sich Frauen-Regionalligist HSV Gräfrath das große Zittern der vergangenen Jahre ersparen. Mit einer Prognose hält sich Trainerin Annekatrin Brzoskowski zurück.

Ein Torhüter-Problem hatte der HSV Gräfrath definitiv nicht. Heike Guddas und Britta Brezovich gehörten in den vergangenen Spielzeiten zu den zuverlässigsten Leistungsträgerinnen beim HSV Gräfrath. Mit ihrer Leistung zwischen den Pfosten waren die beiden Torhüterinnen am wenigsten dafür verantwortlich zu machen, dass der Handball-Regionalligist stets lange Zeit um den Klassenerhalt bangen musste.

Nun hat sich Britta Brezovich in die HSV-Reserve zurück gezogen und Platz gemacht für Sabine Nassenstein. „Es scheint so, als ob wir uns mit ihrer Verpflichtung einen großen Gefallen getan hätten“, schwärmt Pressesprecher Wolfgang Klein, nachdem er die Zweitliga-erfahrene Torfrau in diversen Testspielen beobachtet hat. „Es ist unglaublich, wie sie sich zwischen den Pfosten bewegt.“ Dabei hatte Sabine Nassenstein selbst noch Zweifel gehabt, ob sie nach einjähriger Tätigkeit als Spielertrainerin des Landesligisten TuS Erkrath II noch das Zeug für die Regionalliga haben würde.

Ritzenhoff wollte es zu gut machen

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Nicht nur auf der Torhüter-Position hat sich der HSV Gräfrath verstärkt. Mit Franziska List (Linksaußen), Friederike Kuhfuß (Kreis) und Barbara Ritzenhoff (Rückraum) ist der Kader qualitativ ergänzt worden – auch wenn sich bei allen Neuzugängen Licht und Schatten während der Vorbereitung abgewechselt hat. Insbesondere Barbara Ritzenhoff war noch hinter den (hohen) Erwartungen zurückgeblieben, weil sie es nach ihrer Rückkehr aus Neuss zu gut machen wollte. „Sie hat anfangs zu viel für die anderen gespielt“, sagt Spielertrainerin Annekatrin Brzoskowski, die ihre Mitspielerin ermuntert hat, auch mal mehr selbst die Entscheidung und den Abschluss zu suchen. „Seitdem funktioniert das deutlich besser.“

Von dem Verlauf der Vorbereitung will sich Annekatrin Brzoskowski nicht mehr beeinflussen lassen. Daher hält sie sich auch mit einer Prognose zurück, obwohl sie ein gutes Gefühl habe und ihrem Team einen Platz im oberen Drittel zutraue. „Im vorigen Jahr sind wir mit drei Niederlagen gestartet und hatten fortan ein Kopf-Problem, dass uns in jedem Spiel gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf eingeholt hat.“ Das große Zittern sollte dem Frauen-Team des HSV Gräfrath diesmal jedoch erspart bleiben, zumal das Auftaktprogramm (Königsborn, Siebengebirge/Thomasberg, Strombach) lösbar erscheint.

(RP)