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Fußball: Lizenz-Frust trübt Spaß mit Raab

Fußball : Lizenz-Frust trübt Spaß mit Raab

Der Verbandsfußball-Ausschuss des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletik-Verbandes hat das Zulassungsverfahren von Union Solingen zur NRW-Liga abgelehnt. Gegen die Nichterteilung der Lizenz wird der Vorstand des Niederrheinligisten Beschwerde einlegen.

Gestern traf beim Fußball-Niederrheinligisten Union Solingen der lang erwartet Brief des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletik-Verbands (WFLV) ein – der Inhalt war der befürchtete. Der Verbandsfußball-Ausschuss hat den Antrag der Union auf Erteilung der Lizenz für die NRW-Liga abgelehnt. Damit bestätigten sich die Hinweise, die bereits seit einigen Tagen die Runde gemacht hatten. So hatte der "Reviersport" bereits Mitte Mai gemeldet, dass die Lizenz für die Solinger "akut in Gefahr" sei.

"Wir werden Beschwerde gegen diese Entscheidung einlegen, da diese aus unserer Sicht nicht gerechtfertigt ist", erklärte Union-Vorsitzender Andreas Sonius. Sonius bat um Verständnis, dass er auf Grund des nun "schwebenden Verfahrens" nicht detailliert auf die Einzelheiten der Ablehnung eingehen könne. "Ich bin aber relativ entspannt. Natürlich ärgert mich die Ablehnung, doch ich sehe uns nicht chancenlos", erklärte der Vorsitzende. Weiterhin sei der Vorstand der Blau-Gelben davon überzeugt, "eine seriöse und nachvollziehbare Planung für die NRW-Liga-Saison 2009/10 eingereicht zu haben."

Zehn Tage hat die Union nun Zeit, die vom Vorstand angekündigte Beschwerde beim Westdeutschen Fußball- und Leichtathletik-Verband in Duisburg abzugeben. "Wir werden uns am Dienstag zusammensetzen und mit unseren Anwälten die Beschwerde formulieren", kündigt Sonius an.

Hinsichtlich des Spiels der Union am Montag beim VfB Homberg befürchtet Peter Deutzmann keine negativen Auswirkungen. "Dafür kenne ich die Jungs zu gut. Der Entscheid hat ja nichts mit dem Titelkampf zu tun – und den Titel des Niederrhein-Meisters will die Mannschaft ja holen", erklärte der zweite Vorsitzende. Deutzmann informierte gestern Nachmittag Thomas Brdaric und Mannschafts-Kapitän Enrico Kowski telefonisch über die Sachlage. Telefonisch, da gestern für alle trainingsfrei war.

"Die Mannschaft ist gemeinsam in Köln, um ihren Trainer in der Lanxess-Arena beim Deutschen Eisfussball-Pokal von Stefan Raab zu unterstützen", erzählt Deutzmann. Bei der "olympiareifen" (Raab) Sportart trafen gestern Abend prominente Fans und ehemalige Spieler von acht Vereinen der Ersten und Zweiten Fußball-Bundesliga vor 15 000 Zuschauern auf einem Eishockeyfeld in Köln aufeinander. Die Teams bewegten sich dabei auf den rutschigen Sohlen herkömmlicher Bowlingschuhe. Thomas Brdaric war beim Pokal für seinen ehemaligen Verein und aktuellen Deutschen Meister VfL Wolfsburg auf dem Eis.

(RP)