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Handball: Lieber gegen Düsseldorf

Handball : Lieber gegen Düsseldorf

Für die HSG Frankfurt geht es im Duell gegen den Bergischen HC nur noch um die Ehre. Eine Zweitliga-Lizenz hat der Verein nicht beantragt. HaDe Schmitz sieht seine Mannschaft heute aber noch lange nicht als sicheren Gewinner.

"Was kann es Besseres für einen jungen Spieler geben, als befreit aufspielen zu dürfen – ohne etwas zu verlieren zu haben?" Diese Frage bereitet HaDe Schmitz vor der heutigen Partie seines Bergischen HC bei der HSG Frankfurt die größten Sorgen. Die Gastgeber haben nur noch theoretische Chancen, sich für die eingleisige Zweite Liga zu qualifizieren. Daher verzichteten die Frankfurter auf einen Lizenzantrag und planen für die Dritte Liga. "Wir wissen gar nicht, was uns erwartet", erläutert HaDe Schmitz. "Deshalb liegt der Fokus im Training diesmal auf uns."

Eigentlich bereitet sich HaDe Schmitz auf jeden Gegner akribisch vor. Der BHC-Trainer sichtet zahlreiche Videos, um Stärken und Schwächen sowie taktische Vorlieben der Kontrahenten herauszuarbeiten. Das war bei der HSG Frankfurt kaum möglich. "Die Mannschaft unterscheidet sich massiv von der, gegen die wir im Hinspiel angetreten sind", meint der Coach. "Weil die Formationen zuletzt so oft gewechselt haben, ist überhaupt nicht abzusehen, was Frankfurt taktisch machen wird." Daher steht die eigene Leistung im Vordergrund. "Wir müssen kämpferisch und im Bereich der Konzentration überzeugen. Unsere Taktik ergibt sich erst während des Spiels, wenn wir sehen, was der Gegner macht."

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Schmitz erwartet im Frankfurter Kader zahlreiche junge Spieler, die ihre Chance wittern. "Die jungen Leute können sich ohne Druck beweisen. Da kann alles passieren. Deswegen bereitet mir so ein Spiel mehr Unwohlsein als die Partie gegen Düsseldorf." An der Favoritenrolle des Tabellenführers ändert dies freilich nichts. Alles andere als ein Erfolg würde den Erwartungen nicht gerecht werden. Zumal auch alle im BHC-Kader spielfähig sind. "Aber jeder hat seine Blessuren."

Ein Luxusproblem

Bis zur Sommerpause steht HaDe Schmitz eigentlich sogar vor einem Luxusproblem. Mit Jiri Vitek, Runar Karason und Neuzugang Kristian Nippes verfügt der Coach über drei Linkshänder, die auf der rechten Rückraumposition zu Hause sind. Nippes kam daher vermehrt auf der für ihn ungeliebten Außenposition zum Einsatz. "Wir haben ihn ja eigentlich für nächstes Jahr geholt, mussten aber die Chance, ihn zu bekommen, schon jetzt nutzen", erklärt der Trainer. Daraus ergeben sich Kaderumstellungen in der kommenden Saison, deren Details Schmitz natürlich noch nicht diskutieren möchte. Feste Verträge haben im Übrigen nur Jan-Marco Behr und Hendrik Pekeler. Im Falle des Aufstiegs ist zudem der Verbleib von Alexander Oelze und Kenneth Klev gewiss. "Im Großen und Ganzen wollen wir aber unseren derzeitigen Kader auch in der Ersten Liga behalten", betont der Coach.

(RP)