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Fechten: Krimi-Auftritte führen Spautz ins WM-Viertelfinale

Fechten : Krimi-Auftritte führen Spautz ins WM-Viertelfinale

Knappe Resultate pflasterten den Weg von Falk Spautz bis ins Viertelfinale der Weltmeisterschaften in Budapest. Mit 15:14 besiegte der Degenfechter den Niederländer Tristan Tulen.

In Runde zwei gewann er mit 15:13 und sorgte damit gegen den Weltranglisten-Führenden Max Heinzer (Schweiz) für eine Sensation. Den Einzug in die Runde der besten Acht machte der für Bayer Leverkusen startende Solinger gegen den Kanadier Vincent Pelletier mit 15:9 perfekt — ein Ergebnis, das am gestrigen Tag nicht ins Bild von Spautz' Krimi-Auftritten passte. Denn auch das folgende Duell gegen Pavel Sukhov wurde erst mit den letzten Treffern entschieden.

Eine Medaille hat der 23-Jährige bei seiner WM-Premiere schließlich hauchdünn verpasst. Den letzten Treffer zum 15:14 setzte der Russe. Falk Spautz war im Zwiespalt der Gefühle: "Ich freue mich natürlich, weil es ein starker Auftritt war. Doch natürlich ärgere ich mich auch." Der 2,05-Meter-Mann entschied sich für das Naheliegende, so musste der leise Frust raus: "Schon ärgerlich, ein solcher Treffer".

Dabei hatte Spautz sogar einen Punkt verschenkt. Der erste Treffer seines Kontrahenten löste die Lampe nicht aus, Spautz aber spürte den Kontakt, den die Obfrau nicht sah und intervenierte zu eigenen Ungunsten. Nach Ansicht der Videobilder gab die Kampfrichterin den Treffer, der ihm am Ende womöglich zur Medaille fehlte. "Im Prinzip waren es zwei Treffer", kommentierte Spautz hinterher — aber mit persönlicher Genugtuung. Denn für ihn gilt eines: "Fairness zahlt sich immer aus. Ich werde das doppelt zurückbekommen."

Spautz beendete das Degenturnier damit als bester Deutscher. Europameister Jörg Fiedler war bereits im Achtelfinale ausgeschieden.

(grad)