Handball: Kleine Unsicherheiten nur zu Beginn

Handball : Kleine Unsicherheiten nur zu Beginn

Bergischer HC – HG Remscheid 39:20 (21:9). Als Youngster Kristian Nippes gerade zum 27:13 (39.) getroffen hatte, klatschten die Mitspieler Beifall. Einerseits waren die Gesten der Bank zur allgemeinen Belustigung gedacht, zum anderen aber auch als moralische Unterstützung. Rechtsaußen Nippes war jedenfalls die Erleichterung anzumerken – der 19-jährige Linkshänder hatte doch gerade endlich zum zweiten Mal getroffen. Dazwischen hatte er nämlich etliche Fehlversuche, die man in dieser Form vom talentierten Nachwuchsmann so gar nicht kennt. „Wir haben in den vergangenen beiden Tagen extrem hart trainiert und daher waren die Spieler schon sehr müde“, meinte Trainer Norbert Gregorz, der die fehlende Präzision im Abschluss nur als Nebensächlichkeit betrachtete. Nicht nur Nippes trat mit mangelnder Genauigkeit in Erscheinung, die gesamte Mannschaft erlaubte sich etliche Fehlwürfe.

Die Zweitliga-Handballer vom Bergischen HC hatten bis auf die ersten zehn Minuten aber auch so keinerlei Probleme mit dem ambitionierten Oberligisten aus Remscheid, erfüllten das Pensum standesgemäß. „Wir wollten trotz der enormen körperlichen Belastung hohes Tempo gehen. Das ist uns gelungen, an der Feinabstimmung müssen wir nun in den nächsten Tagen arbeiten“, kündigte Gregorz an.

Die ersten Minuten standen allerdings im Zeichen des Außenseiters, vor allem glänzten die Solinger im Team. Der ehemalige SG II-Keeper Thorsten Niepenberg überzeugte mit tollen Aktionen, konnte immer wieder gegen freistehende BHC-Werfer parieren. Im Angriff gelangen Andre Kurzbach vom Kreis direkt die beiden ersten Treffer. Nach fünf gespielten Minuten führte der Viertligist schon mit 4:2, die Hintermannschaft um Sebastian Aschenbroich offenbarte zu große Freiräume.

Aschenbroich und Hinze treffsicher

Innerhalb von nur zehn Minuten drehten die Hausherren die Begegnung, über 9:5 und 14:8 setzte sich der BHC schnell ab. Sebastian Aschenbroich im linken Rückraum und Seppl Hinze am Kreis machten die ersten fünf Treffer unter sich aus – am Ende waren Aschenbroich mit sieben, Hinze mit sechs und Nachwuchsaußen Christian Hoße mit fünf Treffern die besten Werfer. Flügelspieler Hoße glänzte durch seine Schnelligkeit und einen präzisen Abschluss.

Nach der deutlichen Pausenführung wechselte Gregorz die Mannschaft komplett durch, Kim Neuenhofen setzte mit seiner Durchschlagskraft gegen stark abbauende Remscheider noch einige Akzente. Christoph Krosch erwies sich zudem als umsichtiger Abwehrorganisator und stellte mit seinen Mitspielern den Gegner häufig vor unlösbare Aufgaben.

(RP)
Mehr von RP ONLINE