Tennis : Kein Mangel an Ehrgeiz

Ein Sieg gegen den TC Grün-Weiß Oberkassel hätte den Verbleib in der Niederrheinliga für die Damen 30 des Solinger TC bedeutet. Doch die Truppe verlor knapp mit 4:5 und muss nun auf den letzten Spieltag hoffen.

Es ist ein Hobby für die Tennis-Spielerinnen der Damen 30 des Solinger TC – ein Hobby, das sie mit sehr viel Ehrgeiz betreiben. Als die Mannschaft vor einem Jahr aus der 1. Verbandsliga in die Niederrheinliga aufgestiegen war, waren alle Feuer und Flamme gewesen. "Und wir wollten den Aufstieg", blickt Teamsprecherin Manuela Zug zurück. "Schließlich hatten wir mit Nina Mertens und Cordula Boddenberg nicht zuletzt die Aussicht auf zwei ehemalige Spielerinnen, die wieder anfangen wollten." Mit einem guten Gefühl meldete der STC den Aufsteiger also in der Niederrheinliga, in der die Leistungen ohnehin nicht viel stärker sind, als eine Spielklasse darunter.

Aber weil es eben nur ein Hobby ist, standen die Damen schließlich doch vor einem Problem – genauer gesagt vor drei sehr kleinen, erfreulichen Problemen. Mit der etatmäßigen Nummer Eins und Drei, Katrin Grastat und Cordula Boddenberg, sowie Nadia Holzknecht mussten gleich drei Spielerinnen auf Grund einer Schwangerschaft in diesem Sommer pausieren. Dies ist auf Grund der kurzen Tennis-Saison gleichbedeutend mit einem Totalausfall. Dazu fiel Nina Mertens zunächst mit einer Schulterverletzung aus.

Niederlage in Spitzenpartien

Aufstecken wollte die Mannschaft nicht. Sie kämpfte und holte gegen den TC Bredeney ihren bislang einzigen Saisonsieg. Einen weiteren Erfolg benötigen die Damen noch, um in der Niederrheinliga zu bleiben. Gegen den TC Grün-Weiß Oberkassel fehlte jetzt das nötige Glück. Zwar gewannen Cornelia Greuß, Manuela Zug und Claudia Hörschgen ihre Einzel recht deutlich, doch auf den drei vorderen Positionen war der Gast stärker. Katrin Grastat, die nur aus taktischen Gründen aufgestellt wurde, verlor kampflos. Carmen Trupat und Nina Mertens mussten ebenfalls eine Niederlage einstecken.

"Die Mission ist klar", sagte Manuela Zug vor den Abschlussdoppeln. "Wir müssen zwei Matches gewinnen." Am Ende lagen Sieg oder Niederlage jedoch ausschließlich in den Händen von Carmen Trupat und Nina Mertens. Während der STC das erste Doppel kampflos abgab, verzichteten die Gäste aus personellen Gründen auf einen Start im dritten Doppel. Trupat und Mertens hatten zwar ihre Chancen, verloren aber doch recht klar.

Auch wenn private Dinge Vorrang haben, absteigen möchte Niemand. Am letzten Spieltag beim Schlusslicht VfL Grafenwald kann die Truppe das Ticket für die Niederrheinliga in der kommenden Saison endgültig lösen. "Es mangelt uns nicht an Ehrgeiz", betont Manuela Zug. Zwei Monate dauert die Tennis-Saison nur. "Die Kürze der Spielzeit ist für uns genau richtig. Für die paar Spiele kann Jeder seine Kinder im Zweifel bei Mann oder Familie unterbringen." In zwei Wochen beim VfL Grafenwald werden also alle dabei sein, um sicher zu stellen, dass das Hobby auch im kommenden Jahr in der Niederrheinliga betrieben werden kann. Manuela Zug ist sich sicher: "Mit einem kompletten Kader hätten wir die Klasse auch lockerer gehalten".

(RP)