Volleyball: Julian Stuhlmann ist der neue Volleys-Abwehrchef

Volleyball: Julian Stuhlmann ist der neue Volleys-Abwehrchef

Knapp drei Wochen vor dem Saisonstart in der 2. Volleyball-Bundesliga Nord sind bei den Solingen Volleys die wichtigsten Personalfragen geklärt. Nach der Verpflichtung von Tom Julius Werschek als Zuspieler-Spannmann von Mats Gerhard hatte zuletzt die Besetzung der zweiten Schlüsselposition oberste Priorität.

Fabian Kohl, erst vor einem Jahr vom Erstligisten evivo Düren an die Wittkuller Straße gewechselt, hatte nach Ablauf der Saison früh erklärt, dass er sich fortan voll und ganz auf sein Studium konzentrieren wolle. Weil der 24-Jährige zudem in Köln zwei Nachwuchs-Mannschaften als Trainer betreut, entschied er sich gegen eine Verlängerung seines Engagements. "Fabian hat jedoch signalisiert, den Volleys zumindest noch in Notfällen zur Verfügung zu stehen", erklärt Michael Wippermann. "Für ihn wird bei uns immer eine Tür offen stehen."

Als Ersatz präsentierte der Manager einen neuen Abwehrchef, der wie sein Vorgänger auf Bundesliga-Erfahrung zurückgreifen kann. Julian Stuhlmann ist seit seiner Jugendzeit dem SV Bayer Wuppertal sowie dem Nachfolgeverein Titans Bergisch Land treu geblieben und agierte nach dem finanziellen Aus der Profi-Abteilung zuletzt auch noch in der Regionalliga als Spezialist in der Annahme. "Julian ist ein Libero, wie wir ihn uns gewünscht haben", sagt Trainer Stefan Hübner über den Neuzugang. Der 27-Jährige sei emotional, arbeite strategisch und ordne die Verteidigung gut.

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Es ist deutlich zu erkennen, dass der neue Coach bei den Neuverpflichtungen verstärkt auf Hallen-Spezialisten setzt. Das trifft auch auf Henning Wegter zu, den Hübner ins Team geholt hat. "Mit ihm steigt die Qualität im Mittelblock sehr stark." Der 26-Jährige stand zuletzt im Aufgebot des Erstligisten Moerser SC, mit dem er fast Deutscher Pokalsieger geworden wäre. Nach dem Ausscheiden im Playoff-Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft hatte sich abgezeichnet, dass der gebürtige Nordhorner nach internen Querelen keine Zukunft mehr am Niederrhein haben würde. Nach seiner Freistellung entschied sich Henning Wegter seine beruflichen Plänen voranzutreiben, die ein tägliches Training bei einem Erstligisten nicht mehr zugelassen haben. "Mir war in den ersten Gesprächen klar, dass mich in Solingen ein perfekt organisiertes und technisch anspruchsvolles Training erwarten wird." Das war für den Mittelblocker einer der Hauptgründe, zu den Volleys zu wechseln.

(grad)