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Faustball: Johannes Groß gewinnt WM-Bronze

Faustball : Johannes Groß gewinnt WM-Bronze

Gestern sind in Kolumbien die Faustball-Weltmeisterschaften der U 18-Junioren zu Ende gegangen. Mit einem hart umkämpften 3:1-Sieg gegen Österreich revanchierte sich die Deutsche Nationalmannschaft für die 2:3-Niederlage in der Vorrunde und sicherte sich damit Bronze. Im Kleinen Finale kam Johannes Groß zwar nicht zum Einsatz, aber mit vier Einsätzen in acht Spielen war der Faustballer des Ohligser TV ein wesentlicher Bestandteil im zehnköpfigen Kader.

"Wir haben alle gedacht, die Weltmeisterschaft würde hier ganz einfach ablaufen. Doch genau das Gegenteil ist eingetreten", staunt Johannes Groß auch noch am letzten WM-Tag. Weder Kosten noch Mühen scheuten sowohl der Staat und die Stadt Cali als auch die IWGA, der Weltorganisation der World Games. Denn die U18-Weltmeisterschaft ist ein Pre-Event für die Weltspiele 2013 der nichtolympischen Sportarten. Und obwohl in Kolumbien bisher noch kein Faustball gespielt wurde, hat eine gewisse Begeisterung eingesetzt. Die Jungen-Mannschaft siegte sogar gegen Chile und verkaufte sich ansonsten ordentlich. "Die Spielstätte ist fast so gut hergerichtet wie im vergangenen Jahr bei der Männer-WM in Österreich", spricht der Angreifer begeistert. In Linz hatte sich Johannes Groß mit dem Tross von 22 OTV-Faustballern einen Vorgeschmack auf seinen persönlichen sportlichen Höhepunkt geholt.

Mit seiner eigenen Leistung ist der Solinger nicht ganz zufrieden. "Im Überschlag hatte ich mir mehr von mir erwartet", gibt sich der Vogelsang-Gymnasiast selbstkritisch. "Wir haben im Vorfeld das Team intensiv beleuchtet. Da hatten wir Johannes mit so vielen Spielanteilen nicht auf dem Bildschirm. Er hat sich besser eingebracht als erwartet", lenkt Bundestrainer Roland Schubert (Berlin) ein, der das Team mit Groß' Vereinstrainer Hartmut Maus betreut.

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Das Mannschaftserlebnis bemängelt Groß ebenfalls kritisch – ähnlich wie einige neutrale Beobachter: "Wir haben ein paar ruhige Spielertypen im Kader. Daher kommt bei uns nicht so die tolle Stimmung auf wie beispielsweise bei der Schweiz, Brasilien oder Österreich." Dies änderte sich fast schlagartig beim 3:0-Sieg gegen Argentinien, der den Einzug ins Kleine Finale bedeutete. Im Hauptangriff kam Lasse Ristow (TSV Bardowick) zum Einsatz. Er riss mit seiner Spielanlage und seinem Engagement die gesamte deutsche Mannschaft mit.

Entspannen in der Karibik

"Der Gewinn der Bronzemedaille ist ein schöner Abschluss", freut sich der Zweitliga-Spieler. Das gilt aber auch für die kommende Woche. Denn da geht es mit der gesamten Delegation auf die Karibik-Insel San Andres, um noch ein wenig zu entspannen. "Alles zusammen wird ein unvergessliches Erlebnis sein", zeigt sich Johannes Groß beeindruckt.

(ham)