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Baseball: Improvisation vor dem Rivalen-Duell

Baseball : Improvisation vor dem Rivalen-Duell

Am Samstag treten die Alligators zu einem Höhepunkt der Saison an. Im Kampf um die Nordmeisterschaft wollen die Solinger Baseballer mit den Paderborn Untouchables ihren ewigen Rivalen besiegen. Die Partien versprechen Dramatik.

Am vergangenen Wochenende haben die Alligators die ersten beiden von insgesamt sechs Endspielen um den ersten Platz in der Bundesliga-Nord bestritten. Mit einer knappen Niederlage und einem überzeugenden Sieg hat die Mannschaft von Trainer Norman Eberhardt ihre Spitzenposition gegenüber den Paderborn Untouchables verteidigt. Doch die können die Verhältnisse am Samstag nochmals erheblich umkrempeln. Für die Paderborner geht es schließlich auch noch um den zweiten Platz, den derzeit die Bonn Capitals belegen. "Es wird eine haarige Angelegenheit", ist sich Eberhardt sicher. "Die Untouchables werden auf keinen Fall verlieren wollen."

Einen kleinen taktischen Nachteil haben die Gäste aber schon. Die Paderborner müssen morgen zwei weitere Partien bei den Cologne Cardinals bestreiten. "Es macht ja keinen Sinn für sie, gegen uns alle Werferarme zu verbrauchen, um einen Tag später gegen die Kölner zu verlieren", gibt Norman Eberhardt zu bedenken. Der Coach rechnet, wie am vergangenen Wochenende, mit Harry Glynne und Eugen Heilmann auf dem Paderborner Wurfhügel. "Aber ich gehe davon aus, dass sie sich schwertun werden, einen Pitcherwechsel vorzunehmen." Untouchables-Trainer Stefan Fechtig hat mit Mathew Hewitt, Daniel Rahn und Daniel Hinz noch drei Werfer in der Hinterhand, von denen er mindestens zwei in Köln benötigen wird.

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Probleme auf der wichtigen Position des Pitchers hat Norman Eberhardt nicht. André Hughes und Nick Renault werden die beiden Partien beginnen. Dahinter wartet mit Theon Bourdaniotis ein weiteres Ass im Ärmel. Außerdem sind Jens Cornelsen und Sebastian Bernards jederzeit einsatzbereit. Sorgen macht sich Norman Eberhardt viel mehr um die dritte Base. Dustin Hughes fällt mit Muskelfaserriss aus, und Dominik Wulf hat sich in Paderborn wieder am Knie verletzt. "Zum Glück ist das Band unversehrt", atmet der Trainer auf. "Schmerzen hat er dennoch. Wenn er antreten kann, werde ich ihn ausschließlich am Schlag bringen. Auf der dritten Base müssen wir improvisieren."

Infrage kommen die defensive Variante mit Mehmet Alkan oder die offensivere mit Moritz Buttgereit. Alkan hat mehr Routine auf der Position, schwächt die Alligators aber am Schlag. Buttgereit ist es nicht mehr gewohnt, im Infield zu spielen, doch für ihn würde im Outfield ein weiterer guter Schlagmann nachrücken. Die Außenspieler wären mit Sascha Steffens, Florian Götze und Markus Stryczek immer noch gefährlich besetzt. Eberhardts Tendenz geht wohl eher zur zweiten Lösung: "Mo Buttgereit ist so gut drauf, dass es ihm völlig egal ist, wo er spielt." Dem Trainer ist es bekanntlich wichtig, in jeder Situation, Druck auf den Gegner ausüben zu können. "Und wir wollen schließlich unbedingt den Doppelsieg, um nächste Woche gegen die Bonn Capitals Nordmeister werden zu können."

(trd)