Volleyball: Im Tiebreak platzte der Knoten

Volleyball : Im Tiebreak platzte der Knoten

Die TSG Solingen Volleys mühten sich gegen das Zurich Team VCO Berlin zu einem 3:2-Erfolg. Überzeugend agierte der Volleyball-Zweitligist gegen die Nord-Auswahl des Jugend-Nationalteams nur im dritten und fünften Satz.

Das war ein hartes Stück Arbeit. Wer gedacht hatte, die TSG Solingen Volleys würden den Tabellendreizehnten der Zweiten Liga im Vorbeigehen schlagen, wurde eines Besseren belehrt. Schon beim Aufwärmen beeindruckte das Zurich Team VCO Berlin alleine mit fünf Volleyballern mit einem Gardemaß von mehr als zwei Metern. Den 13 Akteuren der Jahrgänge '83 und '84, die den Stützpunkt Nord der Jugend-Nationalmannschaft darstellen, stand eine gesunde Mischung aus Jugend und Routine gegenüber.

In den ersten Ballwechseln allerdings schien es so, als seien die Youngster der Aufgabe noch nicht ganz gewachsen. Allein im ersten Durchgang unterliefen ihnen sechs vermeidbare Aufschlagfehler, was auf eine gewisse Nervosität hindeutete. Da die Volleys aber auch nicht fehlerfrei spielten, blieb es bis zum 18:18 ausgeglichen. Jetzt rissen sich die Solinger zusammen, legten vor und ließen sich nicht mehr vom Gewinn des Satzes abhalten (25:22).

Das Hoch aus der Endphase des ersten Abschnitts konnte das Team um Kapitän Martin Kern nicht transportieren. Stattdessen legten die Jugend-Nationalspieler einen furiosen Start hin und verteidigten ihre Führung bis zum 20:19. Es folgte der 20:20-Ausgleich, aber auch Unkonzentriertheiten auf TSG-Seite. So schenkten die Solinger den zweiten Durchgang mit 23:25 her. Im dritten Durchgang bot sich zunächst dasselbe Bild. 4:0 legte Berlin vor. Nach der fälligen Auszeit lief es dann so, wie es sich Trainer Helmut Weissenbach vorgestellt hat. Mit einem seiner typischen Schmetterbälle durch die Mitte zum 25:16 machte Stefan Windscheif alles klar.

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Beim 10:19 wurde es still

Der Widerstand der Youngster war damit immer noch nicht gebrochen. Stattdessen hatte der VC Olympia noch ein paar Überraschungen auf Lager. Seine Führung baute der Außenseiter sogar auf 16:8 aus. Wenige Ballwechsel später beim Zwischenstand von 19:10 war es zum ersten Mal mucksmäuschenstill in der Sporthalle Wittkuller Straße. Die TSG kam nicht mehr heran und verlor den vierten Durchgang überraschend klar mit 17:25. Weder die Spieler der TSG Volleys noch die Zuschauer waren lange beeindruckt. Die Männer von Trainer Helmut Weissenbach zeigten plötzlich unter Druck, was sie wirklich können. Beim 11:5 war die Entscheidung gefallen. Mit 15:8 ging der Tiebreak letztendlich deutlich an den Favoriten. Der dritte Sieg in Folge war unter Dach und Fach.

Am Ende waren alle zufrieden. Die Gäste, weil sie lange dagegen gehalten hatten. Die Zuschauer, weil sie mehr als zwei Stunden eine spannende Partie erlebt hatten. Und Trainer Helmut Weissenbach, weil trotz des nicht immer überzeugenden Auftritts beide Punkte in Solingen bleiben. "Das war das Ziel. Aber wir wissen auch, dass wir uns steigern müssen."

(hki)
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