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Fechten: Hübers gewinnt Säbel-Weltcup

Fechten : Hübers gewinnt Säbel-Weltcup

Exakt eine Minute nach Acht riss Richard Hübers sich die Maske vom Gesicht, reckte die Arme in die Höhe und schrie seine Freude der voll besetzten Tribüne im TSV-Sportcenter in Dormagen entgegen. Danach verschwand der 17-Jährige erst einmal in einer Jubeltraube – erster Gratulant Ex-Säbelweltmeister Nicolas Limbach. "Wahnsinn." Viel mehr konnte Hübers nach seinem grandiosen Triumph beim Junioren-Weltcup nicht sagen.

Durch einen 15:13-Finalerfolg gegen den Eislinger Maximilian Kindler sicherte sich der für den TSV Bayer Dormagen startende Solinger Fechter den Sieg beim 36. Preis der Chemiestadt und tritt damit die Nachfolge seines Vereinskameraden Benedikt Wagner an, der 2009 die Fahnen des Ausrichters hochgehalten hatte. "Der Sieg beim Heimweltcup ist natürlich etwas ganz Besonderes", sagte der Solinger, der seit einigen Jahren eine neue Heimat im Sportinternat Knechtsteden gefunden hat. "Ich bin hier sehr gut aufgenommen worden, umso mehr freue ich mich, nun hier zu gewinnen." Und das in beeindruckender Manier, denn auf seinem Weg ins rein deutsche Finale gab sich der 17-Jährige keine Blöße. Wobei die Nervenstärke, die Hübers an den Tag legte, schlichtweg atemberaubend war. Sogar Rückstände steckte er locker weg.

In der Runde der letzten 64 setzte er sich gegen den Amerikaner Sean Buckley mit 15:10 durch, dann schaltete er den Ungarn Bence Szabo mit 15:6 aus, ehe er im Achtelfinale dem Ukrainer Yevgeniy Statsenko beim 15:8 keine Chance ließ. Im Viertelfinale räumte Hübers den zweiten Ungarn aus dem Weg. Gegen Ferenc Valkai siegte der Lokalmatador zur Freude seines Trainers Dan Costache mit 15:11. Und als Hübers den Italiener Enrico Berre in der Vorschlussrunde ausschaltete, da war das rein deutsche Finale bereits Gewissheit.

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"Ich bin jedes Jahr selbst überrascht, wie gut unsere Jungs sind", resümierte Dormagens Cheftrainer Olaf Kawald. Bester Beweis dafür ist, dass das Finale zwischen Kindler und Hübers die Neuauflage des WM-Finals der Kadetten dieses Jahres war, das ebenfalls der Dormagener für sich entschieden hatte.

(RP)