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Handball: HSV meldet sich mit guter Leistung zurück

Handball : HSV meldet sich mit guter Leistung zurück

Gräfrath – DJK/KJC Trier II (Frauen) 31:27 (16:9). Die vergangenen Wochen sind mit drei Niederlagen bei weitem nicht zufriedenstellend verlaufen für den HSV Gräfrath. Der Absturz ins triste Mittelfeld der Dritten Liga West konnte nicht aufgehalten werden. Es gab bei den Handballerinnen einigen Gesprächsbedarf. In der Vorbereitung auf die Begegnung mit der Bundesliga-Reserve aus Trier setzte sich die Mannschaft sogar ohne das Trainergespann Michaela Buchheim/Silke Gnad zusammen. "Das sind gute Anzeichen gewesen. Alle sind gewillt, es besser zu machen. Das hat man auch gesehen", sagte Buchheim zufrieden. Die zuletzt oft gescholtene Mannschaft zeigte von Beginn an, wer das Sagen in der Klingenhalle haben würde. Die Abwehr stand recht ordentlich, hatte mit Torhüterin Tini Herrmann dahinter allerdings auch einen gut aufgelegten Rückhalt. Zum Seitenwechsel hatten sich die Gastgeberinnen eine beruhigende 16:9-Führung herausgeworfen.

Vorne läuft es wieder runder

Besonders die Angriffsschwäche war bei den letzten Auftritten bemängelt worden. Den mageren Toreschnitt von weniger als 22 Treffern pro Partie hatten die Gräfratherinnen im Duell mit dem Tabellensechsten nach einer Dreiviertelstunde übertrumpft. In der Schlussphase kam der HSV sogar über die magische 30er-Grenze. Buchheim erlaubte sich den Luxus, frühzeitig die Wechselspiele zu starten, so dass alle Akteure von der Bank mitmachen durften.

Knappe 90 Sekunden vor Abpfiff gab es noch einmal Schrecksekunden zu überstehen. Die junge und dynamische Mannschaft aus Trier gab niemals auf und verkürzte bis auf 27:30. Buchheim musste noch einmal mit einer Auszeit reagieren, die Spielerinnen an die entsprechende Disziplin erinnern. Mit der zwischenzeitlichen Manndeckung gegen Lisa Nettersheim hatte Gräfrath einige Probleme, zudem wurde in der Schlussphase zu locker im Abschluss agiert.

Zu einem besonderen Erlebnis kam das Nachwuchstalent Leonie Heinrichs. Für die keineswegs schwache Angela Wiebusch in den letzten acht Minuten eingewechselt wurde der mit einem Doppelspielrecht ausgestatteten Linkshänderin eine besondere Ehre zu teil. Die gleichzeitig für die A-Jugend der JSG Wuppertal spielende Außen erzielte den letzten und schließlich auch alles entscheidenden Treffer für den HSV.

(lhep)