Fußball Hoher Unterhaltungswert

Trotz 0:2-Rückstands kam Union Solingen bei der durch einige Drittliga-Spieler verstärkten U23 des Wuppertaler SV/Borussia noch zu einem 5:3-Erfolg. Der Sieg der Mannschaft von Trainer Frank Zilles im Bergischen Derby hätte sogar noch deutlicher ausfallen können.

Trotz 0:2-Rückstands kam Union Solingen bei der durch einige Drittliga-Spieler verstärkten U 23 des Wuppertaler SV/Borussia noch zu einem 5:3-Erfolg. Der Sieg der Mannschaft von Trainer Frank Zilles im Bergischen Derby hätte sogar noch deutlicher ausfallen können.

Trotz des 5:3-Erfolgs der Union im Bergischen Derby bei der U 23 des Wuppertaler SV/Borussia war Trainer Frank Zilles nach dem Abpfiff nicht ganz zufrieden – auch wenn das Strahlen auf seinem Gesicht unübersehbar war. „Die ersten 30 Minuten sind wir zu lethargisch angegangen“, erklärte der Coach. Und in dieser Phase war die Elf von Trainer Peter Radojewski, der sich über Verstärkung aus dem Drittliga-Kader des WSV freuen konnte, zu zwei Treffern gekommen.

Erst war es Mike Rietpietsch (6.), der einen Freistoß aus 18 Metern unhaltbar in die Maschen setzte, dann Toni Musto (32.), der seinen Freistoß aus 20 Metern mit dem 2:0 krönte. Der zweite Treffer des WSV fiel allerdings in einer Phase, in der die Solinger bereits aufgewacht waren und ganz klar das Spielgeschehen auf dem holprigen Rasen am Gelben Sprung bestimmten. Doch trotz guter Ansätze fehlte dem Union-Angriff die Durchschlagskraft – was sich in der zweiten Halbzeit ändern sollte.

Anschlusstreffer vor der Pause

Noch vor dem Pausenpfiff kamen die Gäste zum Anschlusstreffer durch den erneut starken Miguel Lopez-Torres. Samuel Sibilski hatte in der 45. Minute im Strafraum Markus Weiss bedient, dieser den Ball mit der Hacke zurückgelegt und der Solinger Torjäger eingelocht. „Dieses Tor hat uns natürlich in die Karten gespielt“, erklärte Zilles. Der Anschlusstreffer war der Impuls, den die Zilles-Elf wohl immer erst braucht, um richtig ins Spiel zu finden. Und so erlebten die rund 400 Zuschauer eine zweite Halbzeit, die sie so schnell nicht vergessen werden.

Mit dem Wiederanpfiff zeigten die Solinger nämlich ihr zweites Gesicht. Jetzt wurden die Zweikämpfe angenommen und gewonnen, mit schnellen Kombinationen nach vorne gespielt. In der 49. Minute krönte Sascha Meier, den Zilles überraschend als zweite Spitze in den Angriff beordert hatte, seine überragende Leistung mit dem 2:2 (49.). Doch postwendend kam der WSV zur erneuten Führung. Paul Fudala (51.) hatte aus 16 Metern unhaltbar abgezogen. Die Union gab die richtige Antwort, mit dem Wiederanpfiff nutzte Sibilski mit mutiger Direktabnahme eine Flanke von Meier zum 3:3 (52.).

Frank Zilles wollte mehr. Der Trainer brachte Marc Sesterhenn und Ede Yotla (für Serdar Özdemir und Dominik Montag) und stellte um – eine Maßnahme, die von Erfolg gekrönt wurde. Nach einer Ecke von Meier beförderte Weiss (78.) die Kugel zum 4:3 über die Linie. In der 85. Minute konnte Asterios Karagiannis einen Schuss von Meier nur abklatschen lassen, und Lopez-Torres besorgte mit langem Bein das 5:3. Der Sieg der Solinger hätte am Ende sogar noch höher ausfallen können, doch Yotla vergab zwei Mal freistehend vor dem WSV-Tor.

(RP)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort