Volleyball: Gute Voraussetzungen für Erfolge im Sand

Volleyball : Gute Voraussetzungen für Erfolge im Sand

Knapp 80 Mädchen und Jungen trainieren inzwischen in der "Stadtwerke Solingen-Beach Academy". 24 von ihnen gehören nun zu einer Fördergruppe, in der ehrgeizige Talente gezielt auf Meisterschaften und höhere Ziele vorbereitet werden.

Die Begeisterung für den Beachvolleyball bei der TSG Solingen ist zweifelsohne geweckt. Bevor Julius Brink und Jonas Reckermann in London Olympiasieger wurden und ihre Sportart plötzlich in aller Munde war, zählte Helmut Weissenbach im Verein vier Jungen der Jahrgänge 2000/01, die Volleyball gespielt haben. "Heute haben wir 19 Jugend-Teams gemeldet", sagt der Sportliche Leiter stolz. Im Sand sind 80 Kinder und Jugendliche aktiv.

Diese Zahl ist in nur anderthalb Jahren derart gewachsen, weil die Volleys den Boom mit Unterstützung der Stadtwerke Solingen in ihrer "Beach Academy" genutzt haben. Im ersten Schritt ist es gelungen, die Begeisterung für den Beachvolleyball zu wecken und gleichzeitig Talente zu sichten. "Der Volleyball hat eigentlich ein Nachwuchsproblem, weil im Kindesalter populärere Sportarten wie Fußball oder Handball im Vordergrund stehen." Heute beobachtet Helmut Weissenbach, dass viele talentierte Grundschüler zum Schnuppern vorbeikommen und bleiben.

Ehrgeizig machen die Volleys nun den nächsten Schritt, um die besten Sportler aus der Trainingsgruppe vorzubereiten, einmal im Sand in die Fußstapfen der Zweitliga-Akteure Alexander Walkenhorst und Stefan Windscheif oder gar Julius Brink zu treten. Letzterer schaute jetzt beim ersten Training der 24 Mädchen und Jungen im Alter zwischen zehn und 16 Jahren vorbei, die ab sofort eine besondere Förderung erhalten und auf Meisterschaften vorbereitet werden. "Die Maßnahme ist in dieser Altersklasse einzigartig", sagt Brink als Pate der "Beach Academy".

Neben den zwei bis drei Einheiten in der Halle trainiert die Fördergruppe im Winter nun zusätzlich mindestens einmal wöchentlich auch in der "Halle Mensch" im Düsseldorfer Stadtteil Lierenfeld. Die Kosten für die Platzmieten, Materialien und Trainer kann der Verein mit Fremdmitteln deckeln. "Wir wollen den Kids die Möglichkeit geben, richtige Beachvolleyball-Stars zu werden", sagt Maike Gässler-Dörr, bei den Stadtwerken Solingen verantwortlich für den Bereich Sponsoring. "Nach dem Weg, den wir im Sommer 2012 mit der Gründung der Beach Academy gemeinsam eingeschlagen haben, ist diese Weiterentwicklung nur die logische Konsequenz."

Exemplarisch für alle 24 Talente steht Katrin Sodys. Die 15-Jährige bringt mit einem Körpermaß von 1,85 Metern und ihrem Ballgefühl beste Voraussetzungen mit, schon bald von sich hören zu lassen. "Wenn wir sie richtig begleiten und sie eine ebenfalls ehrgeizige Partnerin an ihrer Seite weiß, könnte sie ein Beach-Ass werden", sagt Helmut Weissenbach. Julius Brink wirft ergänzend als Ratschlag ein: "Der Wettkampf ist das, wo du am meisten lernst — weil du im Sand alles beherrschen musst." Deswegen werden die Volleys neben dem Trainingsbetrieb in jedem Fall eine offene Stadtmeisterschaft organisieren, wo sich die Beachvolleyball-Stars von morgen beweisen sollen.

(gra)
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