Fußball : Gute Reaktion

Nach einer "ungemütlichen Woche" haben die Spieler des Fußball-Landesligisten VfB Solingen Wiedergutmachung für ihren schlechten Auftritt in Nievenheim vor einer Woche geleistet. Mit 5:1 wurde der Tabellenletzte Wersten 04 abgefertigt.

Nach der Schmach von Nievenheim hat Fußball-Landesligist VfB Solingen eine angemessene Reaktion gezeigt. Mit 5:1 wurde der SV Wersten nach Hause geschickt. Allerdings war der Spielverlauf — insbesondere in der zweiten Halbzeit — nicht so deutlich, wie es das Endergebnis vielleicht aussagt. Denn einer schwungvoll und sehr guten ersten Halbzeit ließ die Elf von Karsten Ditscheid schwache zweite 45 Minuten folgen, in denen das Schlusslicht aus dem Düsseldorfer Süden durchaus das eine oder andere Tor mehr hätte erzielen können.

Als Reaktion auf den desolaten Auftritt der vergangenen Woche hatte Ditscheid seine Anfangsformation gleich auf fünf Positionen verändert. Im Tor stand erstmals der A-Jugendliche Florian Kölmel, in der Innenverteidigung Co-Trainer Daniel Lammich. Christian Poweleit beackerte (übrigens sehr gut) die defensive linke Außenbahn, Domenico Vitale rückte auf die durch die Suspendierung von Alberto Scarlino freigewordene Sechserposition. Und für den verletzten Stürmer Mohammad Hosseini spielte Davide Lo Martire. Dieser setzte gleich in der 2. Minute das erste Ausrufezeichen. Zwei Gegenspieler ließ Lo Martire im Strafraum stehen. Mit trockenem Abschluss sorgte er für die frühe Führung.

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Und der VfB setzte nach. Der starke Lammich setzte einen 30 Meter-Freistoß aus spitzem Winkel direkt in die Maschen (10.). Als Serkan Gürdere der Werstener Abwehr auf der rechten Seite enteilt war und genau in die Mitte passte, erhöhte Lo Martire auf 3:0 (26.). Keine vier Minuten später war nach einem Lammich-Freistoß Marcel Carnielo mit dem Kopf zur Stelle — es stand 4:0 (30.).

Nach dem Seitenwechsel überließ der VfB den Gästen das Spiel und brachte sich damit in Bedrängnis. Denn die Werstener kamen jetzt zu mehr Möglichkeiten, als es der Abwehr der Baverter lieb sein konnte. Per Elfmeter erzielte Bülent Öztürk den Anschlusstreffer (64.). In der Folge hätte es der eingewechselte Nail Mazlumovski allein noch einmal spannend machen können, doch vergab er zum Glück der Gastgeber die besten Möglichkeiten.

Der VfB versuchte durch Konter, Wersten den Knockout zu verpassen, doch wurden diese nicht konsequent ausgespielt. Die Entscheidung fiel erst nach einem Freistoß von Daniel Lammich (80.). Gürdere wurde beim Versuch der Ballannahme im Strafraum gehalten, und der Unparteiische zeigte auf den Punkt. Der Gefoulte verwandelte zum 5:1 — der Widerstand der Gäste war gebrochen.

Nur der Sieg zählt für Ditscheid

"Ich bin total kaputt — vom vielen Reden", scherzte Lammich. Der Co-Trainer hatte in seinem ersten Spiel seit vielen Monaten über volle 90 Minuten der Abwehr die lang vermisste Stabilität verliehen und diese immer wieder durch Anweisungen geordnet. "Unter dem Strich zählt nur der Sieg — und der war verdient", sagte Karsten Ditscheid. Die Mannschaft habe nach der für alle unangenehmen Woche eine super Antwort gegeben.

(RP)