Volleyball : Gala-Vorstellung

Drei Mal erst hat die DJK Delbrück in dieser Regionalliga-Saison verloren – davon jedoch gleich zwei Mal gegen die Volleyballer aus Solingen. Am Samstagabend siegte die TSG nach verlorenem ersten Satz noch mit 3:1.

„Wir haben 3:1 gewonnen“, sangen die Volleyballer der TSG Solingen lautstark nach Spielende. Das hätten sie jedoch gar nicht verkünden müssen, denn jeder der anwesenden Zuschauer hatte gesehen, was in den vergangenen 105 Minuten passiert war.

Es war ein Spitzenspiel, das seinen Namen auch wirklich verdient hatte. Mit der DJK Delbrück war der Regionalliga-Zweite mit US-Nationalspieler Geronimo Chala in die Halle Kannenhof gekommen. Bereits das Hinspiel hatten die Solinger mit 3:2 gewonnen, dieses Mal lautete das Endergebnis 3:1 für den Tabellendritten. „Weil wir so schön sind, weil wir so stark sind“ – deshalb hatte Solingen gewonnen. Zumindest, wenn man den immer noch singenden Spielern Glauben schenken durfte. In Wirklichkeit hatte der Erfolg andere Gründe.

Dabei hatte es richtig schlecht begonnen. Beim Spielstand von 0:3 im ersten Satz knickte Sebastian Hink nach einer missglückten Aktion am Netz um und verletzte sich am Sprunggelenk. „Ich wusste sofort, dass ich nicht weiterspielen könnte“, sagte der Außenangreifer, der die Partie in der Folge mit hochgelegtem Fuß verfolgen musste. Für Hink kam Ronny Seegert in die Partie, der in der Woche aufgrund einer Rückenverletzung nicht hatte trainieren können. Trotzdem zeigte er eine hervorragende Leistung. Auch ein zweiter nicht geplanter Wechsel brachte keinen Bruch in das Spiel der Hausherren. Zuspieler Daniel Reitemeyer musste raus und wollte nach der Partie gar nicht so recht mit der Erklärung rausrücken. „Es ist mir fast ein bisschen peinlich, aber ich hatte Wadenkrämpfe“, sagte der Kapitän kleinlaut, der von Ralf Jockisch bestens ersetzt wurde.

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Ein weiterer Grund für den Sieg bildete die hervorragende Abwehrarbeit. Zum einen in der Annahme von Sebastian Czpakowski sowie Libero Tobias Fuchs, zum anderen der gut funktionierende Block. Wie etwa beim Stand von 19:22 im ersten Satz. Gleich drei Mal in Folge hatte Tom Gierth geblockt und so für den Ausgleich gesorgt. Danach hatte es trotz einer 24:23-Führung nicht zum Satzgewinn gereicht.

Doch ab dem zweiten Durchgang spielten die TSG-Herren weitere Stärken aus: Ihren unbedingten Sieges- und Kampfeswillen und einen immer erfolgreicher werdenden Angriff. Wurde zunächst oft ins Aus, ins Netz und in den gegnerischen Block geschmettert, waren Daniel Fromm, Czpakowski, Seegert und Co. nun immer umsichtiger – gefühlvolle Heber anstatt pure Kraft. Über 5:1 und 13:11 hielten sie ihren Vorsprung bis zum 25:22.

Nur noch vier Punkte Rückstand

Die Endphase des dritten Durchgangs gehörte Daniel Reitemeyer. Der Zuspieler erzielte das 23:20, 24:21 und verwandelte auch noch den anschließenden Matchball. Auch im vierten Satz behielten die Solinger nach einer 5:0-Führung und dem 16:16-Ausgleich die Nerven und siegten mit 25:22. Nach dem Sieg hat die Mannschaft von Jewgenij Gorsanovs nur noch vier Zähler Rückstand auf den Zweiten.

(RP)
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