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Volleyball: Frank Henkel übergibt nach der ersten Etappe

Volleyball : Frank Henkel übergibt nach der ersten Etappe

Die Aufgaben des Marketing- und Sponsoring-Beauftragten des Zweitligisten Solingen Volleys übernimmt Michael Wippermann.

Anfang der Saison hatte Frank Henkel bereits gewusst, dass er eigentlich kaum Zeit haben würde, um im Management der Solingen Volleys weiter aktiv mitzuwirken. Der Geschäftsführer einer Werbe- und Eventagentur hätte durchaus einen triftigen beruflichen Grund gehabt, seine Tätigkeit beim Volleyball-Zweitligisten kurzfristig einzustellen. Dafür aber liegt dem 46-Jährigen der Verein, in dem sich in den vergangenen zwei Jahren so viel getan hat, zu sehr am Herzen. "Stattdessen habe ich die Firma personell breiter aufgestellt, auch weil ich viel im Ausland unterwegs bin. Gleichzeitig habe ich dem Vorstand angekündigt, dass sich bei mir etwas verändern wird." In dieser Woche nun hat der Marketing- und Sponsoren-Beauftragte zum letzten Mal die Vorbereitung für ein Volleys-Heimspiel getroffen.

Frank Henkel ist neben dem Sportlichen Leiter Helmut Weissenbach einer der Köpfe, die den Zweitliga-Umzug nach der Lizenz-Übertragung von Bayer Leverkusen auf die TSG Solingen maßgeblich geprägt und mitgestaltet haben. Henkel hat Sponsoren akquiriert und sich gemeinsam mit Michael Lindner um die Marken-Bildung bemüht. Die Erfahrungen aus seiner Zeit im Management des damaligen Handball-Bundesligisten Sportring Solingen haben ihm beim Wiedereinstieg in der Sportart geholfen, in der er groß geworden ist. "Mit dem Wissen von damals habe ich die gleichen Fehler nicht noch einmal gemacht." Der Etat ist breit und gesund aufgestellt. Dass es allerdings keinen Hauptsponsor gibt, fuchst Henkel ein wenig: "Ich habe es leider nicht geschafft, einen großen Unterstützer für die Trikotwerbung auf der Brust zu finden".

Stolz ist Frank Henkel darauf, dass es gelungen ist, in kurzer Zeit aus dem Nichts ein gutes Produkt auf den Hallenboden zu zaubern. "Die konstant gute Zuschauer-Resonanz ist Bestätigung genug." Henkel kann behaupten, das ausgegebene erste Ziel erreicht zu haben. "Wir wollten die Zweite Liga etablieren und nicht direkt wieder verschwinden." Die nächste Etappe könne der Vater eines achtjährigen Sohnes mit seinen Ressourcen nicht mehr bestreiten.

Der Nachfolger für eine nahtlose Übergabe steht in den Startlöchern. "Michael Wippermann kann der Sache einen ganz anderen Schub geben", sagt Frank Henkel über den Volleyball-Experten aus Schwerte, der die Entwicklung der Volleys von der ersten Minute an miterlebt hat. "Mit ihm wird das Familiäre wahrscheinlich etwas aufgebrochen und alles einen Tick professioneller." Was das für das nächste Etappenziel des auf 205 Mitglieder gewachsenen Clubs bedeutet, werden die nächsten Wochen zeigen — ohne Einflussnahme Frank Henkels, der seiner Sportart allerdings als Sponsor treu bleiben wird.

2. Volleyball-Bundesliga: Solingen Volleys — VSG Ammerland (Samstag, 18 Uhr), Volleys — VI Frankfurt (Sonntag, 16 Uhr, beide Wittkuller Straße).

(RP/ac)