Fußball: FC Rosaneri – da entsteht etwas

Fußball : FC Rosaneri – da entsteht etwas

Jörg Fischer wäre nicht Jörg Fischer, wenn er keine höheren Ziele im Sinn hätte. „Man sollte für sich stets den Anspruch haben, mit den besten Mannschaften der Liga mithalten zu können“, sagt der 43-jährige Fußball-Lehrer. Und er denkt dabei an die Zeit nach dem eingeplanten Aufstieg in die Kreisliga A. „Wenn wir in der nächsten Saison dort spielen sollten, möchte ich auch da nicht zu den Abstiegskandidaten zählen“, sagt er.

Fischer coacht seit vergangenen Sommer den FC Rosaneri und hat ihn in den bisherigen 17 Spielen auf Platz eins der Kreisliga B geführt. Sieben Zähler dahinter rangiert die zweite Mannschaft des SSC 95/98 – punktgleich mit dem SSV Berghausen II. Ein beruhigender Vorsprung? „Man muss jeden Gegner ernst nehmen und darf sich nicht zu sicher fühlen“.

Jörg Fischer weiß, wovon er spricht. Denn der SSC war neben Genclerbirligi Opladen eine von nur zwei Mannschaften, die gegen Rosaneri in dieser Saison gewonnen haben. Gegen den VfB Solingen II stand ein 2:2 zu Buche – ansonsten hat Fischers Truppe alles gewonnen. Gründe für eine solche Überlegenheit gibt es viele, wie der Coach anmerkt: „Das Zusammenspiel ist sehr gut, auch technisch sind die Akteure versiert“.

Als besonders bedeutungsvoll stuft Fischer aber die Tatsache ein, dass nahezu jeder Spieler auf verschiedenen Positionen einsetzbar ist. „Giovanni Pizzo hat beispielsweise zuerst in der Offensive gespielt, zuletzt war er Manndecker und hat seine Sache wirklich super gemacht“, berichtet der Trainer, der gemeinsam mit Manager Salvatore Aurelio bei Rosaneri das Kommando übernommen hat und die Zusammenarbeit ausdrücklich lobt. Die Mannschaft besteht neben vielversprechenden Talenten – wie die Hakiri-Brüder Sammy und Benny – auch aus vielen erfahrenen Spielern. Ex-Unioner Raffaele Aurelio etwa oder Mario Vitale, der zugleich das Amt des Co-Trainers bekleidet. Um Platz eins verteidigen zu können, setzt Jörg Fischer auf ein ausführliches Vorbereitungsprogramm im Hinblick auf den Rückrundenstart am 25. Februar in Haan.

Früher Trainingsauftakt

„Wir fangen fast fünf Wochen vorher mit dem Training an“, verrät der Trainer. Verstärkt werden soll das Team nicht mehr. Fischer: „Wir haben einen großen und starken Kader. Wir sind nicht händeringend auf der Suche nach neuen Spielern“. Aber es spreche sich halt herum, dass am Brabant, der Spielstätte des FC Rosaneri, etwas Vielversprechendes entstehe. Der eine oder andere Akteur habe sich von allein angeboten. Fischer winkt in solch einem Fall freilich nicht von vorn herein ab – solange es niemand ist, der „bloß ein bisschen kicken“, sondern am liebsten aufsteigen möchte.

(RP)
Mehr von RP ONLINE