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Lokalsport: FC Britannia gelingt der Befreiungsschlag in der Kreisliga A

Lokalsport : FC Britannia gelingt der Befreiungsschlag in der Kreisliga A

Während der BV Gräfrath und Anadolu ihre Spiele gewinnen, leistet sich der TSV Aufderhöhe eine Blamage gegen den Tabellenletzten.

SSVg. Haan - FC Britannia 0:5 (0:1). Dem FC Britannia ist der erste Kreisliga-Sieg in diesem Jahr gelungen. Die Mannschaft von Trainer Daniel Cartus setzte sich in überzeugender Manier gegen die SSVg. Haan durch. "Wir hatten etwa 70 Prozent Ballbesitz", sagte Co-Trainer Benjamin Uhlenbrock zufrieden. Die Haaner hatten überhaupt nichts entgegenzusetzen. Die Gastgeber spielten fast ausschließlich über lange Bälle nach vorne - eine Taktik, mit der die Britannia gut zurecht kam. Nach dem 1:0 durch Burak Akgün dezimierten sich die Haaner durch eine Rote Karte selbst, und die Solinger hatten leichtes Spiel. Ahmet Ayten, Max Kronenberg und zwei Mal Ingo Dickmann erhöhten in der zweiten Halbzeit auf 5:0. Damit hat die Britannia ein drohendes Abrutschen auf die zweistelligen Tabellenplätze bis auf weiteres verhindert.

TSV Aufderhöhe - GSV Langenfeld 0:4 (0:1). Eine ebenso überraschende wie peinliche Niederlage kassierte der TSV Aufderhöhe. Schlusslicht GSV Langenfeld feierte beim 4:0 an der Höher Heide seinen erst dritten Saisonsieg. "Wir sind total überrascht worden", ärgerte sich TSV-Trainer Karsten Ditscheid. "Die Langenfelder hatten sich im Hinspiel versteckt und nur hinten dringestanden. Diesmal sind sie wie die Verrückten angerannt." Die Gastgeber zeigten sich überrascht und kamen überhaupt nicht in die Zweikämpfe. "Daraus müssen wir lernen", meinte der Coach.

BV Gräfrath - VfL Witzhelden 4:1 (1:1). Mit dem Ergebnis war Gräfraths Trainer Horst Schulten ausgesprochen zufrieden. Spielerisch befand sich die Partie des BV Gräfrath gegen den VfL Witzhelden allerdings nicht auf höchstem Niveau. "Da waren viele technische Fehler drin. Es war beiden Mannschaften noch gut anzumerken, dass es sich um eines der ersten Spiele nach der Winterpause handelte", meinte Schulten. Das schönste Tor war gleich das erste. Erdim Soysal und Tobias Tietz kombinierten hervorragend, so dass Mathias Merten nur noch zum 1:0 abschließen musste.

Zwar glich Witzhelden vor der Pause aus, doch nach Wiederanpfiff war der BVG das stärkere Team. "Wir waren deutlich aktiver, bissiger und deshalb letztlich auch kreativer beim Erspielen von Chancen", sagte der Trainer. Merten traf zur erneuten Führung. Christian Spiesl machte mit zwei weiteren Toren alles klar.

Post SV - SC Reusrath II 2:2 (1:1). Mit dem Remis gegen den Kreisliga-Vorletzten war der Post SV noch gut bedient. "Es war eine beschissene Leistung. Kein Vergleich zur Vorwoche, als wir alles gegeben hatten", fauchte Trainer Rudi Mirtic. Den Solingern fehlte es an Zweikampf- und Laufbereitschaft. Trotzdem holte das Team einen 0:1-Rückstand auf. Kevin Engels traf vor der Pause zum Ausgleich. Nach Wiederanpfiff markierte Rolf Kummrow die Führung. Mit einem blauen Auge kam die Post aber dennoch nicht davon. Die Reusrather Reserve warf alles nach vorne und glich elf Minuten vor dem Schlusspfiff durch Yannick Albert aus. Das 2:2 hilft beiden Teams kaum. Der SCR bleibt unten drin, während eine wackelige Saison des Post SV im unteren Mittelfeld weiterläuft.

Anadolu Solingen - SSV Lützenkirchen 3:2 (1:1). Stark begann Anadolu gegen den abstiegsbedrohten SSV Lützenkirchen. Die Gastgeber erarbeiteten sich Chance um Chance, doch die überfällige Führung erzielten sie nicht. Stattdessen trafen die Gäste zum 1:0 und stellten den bisherigen Spielverlauf auf den Kopf. Immerhin der Ausgleich gelang Anadolu durch Mirkan Aydin noch vor der Halbzeit.

Danach verlief die Partie deutlich ausgeglichener. "Und ich muss zugeben, dass es kein gutes Spiel war", meinte Anadolu-Coach Momo Hosseini. "Aber wie es dann manchmal so ist, hatte das besser platzierte Team Glück." Da es sich dabei um Anadolu handelt, konnte der Trainer gut damit leben. Ali Kaplan erzielte das 2:1 und Senol Ates das 3:2, nachdem die Gäste zwischenzeitlich ausgeglichen hatten. In der Folge drückte Lützenkirchen stark auf den Ausgleich, aber die Solinger standen defensiv sehr ordentlich und ließen keine großen Gelegenheiten mehr zu.

(trd)