Basketball: Favorit müht sich gegen Bezirksligist WMTV

Basketball : Favorit müht sich gegen Bezirksligist WMTV

Wald-Merscheider TV – Schwelmer Baskets 62:87. Weil der hohe Favorit seine Leistungsträger für das gestrige Meisterschaftsspiel schonen wollte, schickten die Schwelmer Baskets ihren mit drei Regionalliga-Akteuren verstärkten Landesliga-Kader nach Solingen. Ohne das Trio Kris Krzyminski, Julius Dücker und Richard Jurczuk, das im dritten Viertel das Spiel an sich riss, hätten die Gäste wohl in der zweiten Runde des Westdeutschen Basketball-Pokals noch mehr Probleme gehabt, sich gegen den Wald-Merscheider TV durchzusetzen.

Der Bezirksligist spielte in den ersten beiden Vierteln mit viel Selbstvertrauen und kam über Eins-gegen-Eins-Situationen immer wieder zu einfachen Körben. Auf der Gegenseite hatten die Schwelmer erhebliche Schwierigkeiten, gegen die Zonen-Verteidigung zu punkten. „Hier haben wir gezeigt, was wir können“, sagte Spielertrainer Christian Bendias, der von Woche zu Woche eine Leistungssteigerung verzeichnet. Weil der WMTV das zweite Viertel lediglich mit zwei Zählern Differenz verlor (16:18), betrug der Rückstand beim Gang in die Kabinen sieben Punkte (35:42).

Für die Entscheidung sorgte schließlich der US-Amerikaner Kris Krzyminski, der im dritten Abschnitt aufdrehte, seine Körbe markierte und seine Mitspieler unterm Brett in Szene setzte. So gab Christian Bendias nach dem 49:63 (30.) auch den Bankspielern die Gelegenheit, einmal gegen Basketballer diesen Kalibers zu agieren.

Cosmos Hagen – BG Solingen 51:116. Mit einer kleinen Besetzung war die BG Solingen beim Bezirksligisten Cosmos Hagen angetreten – sowohl, was die Zahl als auch die Größe der Spieler betraf. Bastian Brangs war nämlich der einzige der vier etatmäßigen Center, der in der zweiten Runde des WBV-Pokals zur Verfügung stand. Als sich dann auch noch Interimscenter Mattheus Kondraciewicz verletzte, blieben Trainer Joachim Wein nur noch sechs einsatzfähige Akteure.

Nichtsdestotrotz war der Pokalauftritt für die Solinger ein Spaziergang, weil die Hagener das hohe Tempo des Zweitregionalligisten nur schwer mitgehen konnten. Nach zehn Minuten führte der Gast bereits mit 28:15, zur Pause war der Vorsprung auf 25 Punkte ausgebaut. „Es war ein ansehnliches Spiel von uns, weil wir uns endlich mal wieder unsere Punkte mit schnellem Pässen erarbeitet hatten“, freute sich Joachim Wein. Zudem ließ der BG-Coach seine Akteure viel aus der Distanz werfen, „damit wir wieder ein Gefühl für ein lockeres Händchen bekommen“.

(RP)
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