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Fechten: Erfolge als Produkt guter Strukturen

Fechten : Erfolge als Produkt guter Strukturen

Rund 100 Teilnehmer zählte die nationale Trainerkonferenz – so viele, wie nie zuvor. Im Fokus stand ein einheitliches Ausbildungssystem, das langfristig als Grundlage für eine deutsche Fechtschule dienen soll.

Rund 100 Teilnehmer zählte die nationale Trainerkonferenz — so viele, wie nie zuvor. Im Fokus stand ein einheitliches Ausbildungssystem, das langfristig als Grundlage für eine deutsche Fechtschule dienen soll.

Mit dieser Resonanz hatten Peter Wirtz und Sven Ressel nicht gerechnet, als sie mit den Planungen für die Trainerkonferenz des Deutschen Fechter-Bundes (DeFB) begonnen hatten. Die ersten vier Veranstaltungen dieser Art hatten in den Vorjahren zwischen 40 bis 60 Teilnehmer gezählt, der Einladung nach Solingen kamen knapp 100 Übungsleiter aus dem gesamten Bundesgebiet und sogar aus Singapur nach. "Ich hoffe, dass liegt nicht nur an der Lizenz-Verlängerung", sagte DeFB-Sportdirektor Sven Ressel. Peter Wirtz, Vorsitzender des Fördervereins Fechten in Solingen, machte das unerwartet große Interesse an den Themen fest, die sich alle mit einer möglichen Neustrukturierung der Nachwuchsförderung beschäftigt haben.

Im Fokus stand ein einheitliches Ausbildungssystem in allen Waffenkategorien. "Es gibt eine französische oder eine italienische Schule, aber keine deutsche", erklärte Sven Ressel. Früher habe es vielleicht die von Emil Beck gegeben. "Um sich am Weltmaßstab zu orientieren, müssen wir ein eigenes System etablieren." Das Beispiel Solingen bezeichnete der Funktionär in diesem Zusammenhang als vorbildlich. Das betreffe zum einen die Kooperation des Wald-Merscheider TV mit dem OFC Bonn und Bayer Leverkusen am Stützpunkt Nordrhein und zum anderen die Arbeit vor Ort. "Hier ist man für die Zukunft gut aufgestellt, weil das Training an das Schulsystem angepasst wird."

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Die Erfolge des inzwischen bei den Aktiven etablierten Falk Spautz im Jugend- und Junioren-Alter sowie die aktuellen Leistungen von Kim Treudt-Gösser bezeichnete Sven Ressel als Produkte guter Strukturen. "Darüber hinaus muss jeder Verein den Beweis antreten können, nicht nur mit Einzelnen zu glänzen. Spitzenathleten dürfen nicht nur mit ihren Trainern wachsen, es muss auch immer etwas nachwachsen", forderte der DeFB-Sportdirektor. Mit dem langfristigen Blick auf Olympia 2020 und 2024 sei deshalb die Nachwuchsförderung als Hauptthema der Trainerkonferenz gewählt worden.

Der Wald-Merscheider TV kann von sich behaupten, dass er sich in Kooperation mit der Friedrich-Albert-Lange-Schule einen Namen gemacht hat. Die Ranglisten-Positionen bestätigen die rasante Entwicklung. Trotzdem sagt Sven Ressel über den Verein: "Solingen wächst langsam". Im Leistungsbereich der Aktiven ist der WMTV noch nicht oben angekommen.

(RP)