Baseball : Entspannt am Schlag

Keine Mühe hatten die Solingen Alligators. Der Tabellenführer der Bundesliga Nord gewann erwartungsgemäß klar gegen die überforderten Hannover Regents mit 16:3 und 8:0. Nur phasenweise konnten die Gäste Paroli bieten.

Für eine Mannschaft ist es in beinahe jeder Sportart eine Freude, Woche für Woche deutlich zu gewinnen. Im Baseball ist dies natürlich nicht anders, doch in dem amerikanischen Volkssport wollen die Teams gleichzeitig gefordert werden, um eine für Zuschauer und Mannschaft attraktive Partie zu ermöglichen. Es gelingt allerdings nur den wenigsten Teams der Bundesliga-Nord, Druck auf die Alligators auszuüben. So reichte der Mannschaft von Craig Spilker eine solide Vorstellung mit nur wenigen Höhepunkten zum Doppelsieg.

Immerhin in den ersten Durchgängen brachten die Regents die Gastgeber in Verlegenheit. Alligators-Werfer André Hughes musste einige Gegentreffer zulassen, was den Hannoveranern die 2:0-Führung einbrachte. Offensiv kamen die Solinger nämlich zunächst nicht in Schwung — zumindest der zählbare Erfolg blieb aus. Gegen Regents-Pitcher Sean Bakuniec traf die Truppe die Kugel jedoch von Beginn an hart, so dass sich die Zuschauer nicht fragten, ob sondern wann der Knoten platzt.

Im dritten Durchgang war es soweit. Chris Beck und Moritz Buttgereit liefen auf einen weiten Schlag von Kai Gronauer zum 2:2-Ausgleich nach Hause. Gronauer selbst punktete auf einen ähnlich weiten Schlag von Dustin Hughes. Die Solinger waren fortan nicht mehr zu stoppen. Florian Götze und Chris Beck erhöhten weiter. Erst beim Spielstand von 8:2 gelang den Regents das dritte Aus gegen die Alligators. Die Entscheidung war damit gefallen. André Hughes kassierte nur noch einen Gegenpunkt, während die Klingenstädter das Ergebnis bis zum siebten Abschnitt auf 16:3 hochschraubten. Die Begegnung war damit vorzeitig auf Grund der Zehn-Punkte-Führung (Ten-Ren-Rule) beendet.

Beste Würfe unter Druck

Im zweiten Duell änderte sich das Bild nur geringfügig. Mit Mike Lantzy auf dem Wurfhügel der Regents hatten die Solinger zwar etwas größere Probleme als mit seinem Vorgänger, doch zu regelmäßigen Zählern reichte es trotzdem. Vor allem deshalb, weil es den Gästen erneut überhaupt nicht gelang, die Alligators in Verlegenheit zu bringen. Werfer Enorbel Marquez Ramirez musste zwar den ein oder anderen heftigen Treffer abgeben, doch der geborene Kubaner befreite sich stets in überragender Manier aus der Gefahr. Der Pitcher bot immer dann seine besten Würfe, wenn er unter Druck stand. So strandete früh im Spiel sogar ein gegnerischer Läufer auf der dritten Base. Den Regents war es bei keinem Aus nicht gelungen, einen brauchbaren Grundball gegen Marquez Ramirez zu schlagen, der zumindest den Zähler bedeutet hätte.

Der Nationalspieler sollte im gesamten Verlauf der Partie ohne Gegenpunkt bleiben. Entspannt durften die Alligators also am Schlag zu Werke gehen. Ernie Nsien, Chris Beck, Moritz Buttgereit und Dominik Wulf erschwangen die ersten fünf Punkte auf dem Weg zum 8:0-Erfolg.

(RP)